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Die Polizei sucht am Ufer des Traunsees nach weiteren Spuren.
Die Polizei sucht am Ufer des Traunsees nach weiteren Spuren.(Foto: dpa)

Etwa 70-jährige Tote: Zwei Koffer mit Leichenteilen entdeckt

Am Ufer des idyllischen Traunsees in Österreich machen ein Passant und ein Polizeihund grausige Entdeckungen. In zwei Koffern liegen die Überreste einer älteren Frau. In der Region gibt es keinen passenden Vermisstenfall.

Zwei Koffer mit Körperteilen einer Frauenleiche geben der Polizei in Österreich Rätsel auf. Die Todesursache sowie die Identität der etwa 70-jährigen Toten seien noch völlig unklar, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels. Bei der Obduktion in Salzburg habe bisher nur das Geschlecht und das mögliche Alter bestimmt werden können. Nun müssten weitere Untersuchungen Klarheit bringen.

Details zur Art und zum Zustand der Leichenteile wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht nennen. Es hieß lediglich, der Tod der Frau dürfte noch nicht allzu lange zurück liegen. Die beiden Koffer waren binnen weniger Stunden im Uferbereich des Traunsees in Gmunden in Oberösterreich gefunden worden. Auf den ersten, im Wasser treibenden Hartschalenkoffer war ein Passant gestoßen. Den zweiten erschnüffelte Polizeihund "Tarzan" wenig später in der Nähe.

Keine passende Vermisstenanzeige

Die Leichenteile aus beiden Koffern sind laut Polizei noch unvollständig, gehören aber zur gleichen Person. Daher habe die Autopsie vorerst noch keine Todesursache ergeben. Auch welche Teile noch fehlen, wurde nicht bekanntgegeben.

"Es gibt in der Region keinen Vermisstenfall, der auf die Person passt", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Die Behörden wollen am Dienstag aktuelle Erkenntnisse mitteilen. Nach dem ersten Fund hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gesagt: "Wir haben kein mutmaßliches Opfer und keinen mutmaßlichen Täter."

Mit speziell ausgebildeten Leichenspürhunden wurde das Ufer des Traunsees im Laufe des Tages erneut intensiv abgesucht. Auch Polizeitaucher sollten zum Einsatz kommen.

Quelle: n-tv.de

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