Panorama

Trauerfeier nach MassenkarambolageZwei Opfer eindeutig identifiziert

13.04.2011, 12:47 Uhr

Bei einem ökumenischen Trauergottesdienst wird heute Abend in Rostock der Opfer der Massenkarambolage auf der Autobahn 19 gedacht. Für jeden der acht Toten soll eine Kerze angezündet werden. Die Ermittlungen zur Unfallursache und zum Unfallhergang werden sich noch lange hinziehen.

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Die ausgebrannten Wracks werden auf dem Gelände eines Autoverwerters zwischengelagert. (Foto: dpa)

Nach der Massenkarambolage auf der Autobahn 19 bei Rostock am vergangenen Freitag sind erst zwei der acht Todesopfer eindeutig identifiziert. Die Identität der anderen Toten sei zwar bekannt, müsse aber durch DNA-Abgleiche rechtsmedizinisch noch bestätigt werden, teilte Staatsanwältin Maureen Wiechmann mit. Die Unfallopfer waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Am Abend ist in Rostock eine ökumenische Trauerfeier geplant. Für jeden der acht Toten soll eine Kerze angezündet werden.

Nach Worten Wiechmanns werden sich die Ermittlungen zur Unfallursache und zum Unfallhergang noch lange hinziehen. Die Staatsanwaltschaft habe eine eigene Ermittlungsgruppe gebildet, insgesamt müssten mehr als 200 Personen befragt werden. Ferner müssten diverse Gutachten beispielsweise zum Wetter an dem Unfalltag erstellt werden. Bislang gilt ein heftiger Sandsturm als Ursache für den schwersten Massenunfall auf deutschen Autobahnen seit 20 Jahren.

Tempolimits bei Sandsturm

Nach neuen heftigen Sandstürmen am Dienstag war nach Angaben der Autobahnmeisterei an der Unfallstelle südlich von Rostock die Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer reduziert worden. Die Beschränkung gelte auf einer Strecke von etwa einem Kilometer. Wie lange Tempo 60 bestehen bleibt, sei noch unklar, hieß es.

Der Unfall hat die Behörden auch außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns sensibilisiert. Weil starker Wind den Sand eines frisch gepflügten Feldes in Brandenburg aufwirbelte, hatte die Autobahnmeisterei Wittstock ein Tempo-Limit auf der A19 zwischen Wittstock/Dosse und Röbel ausgesprochen. Autofahrer durften wegen der Sichtbehinderungen maximal 100 Stundenkilometer fahren, teilte die Polizei mit. Die Sichtweite lag bei maximal 30 Metern, hieß es. Dennoch gab es laut Polizei etliche Fahrer, die sich unbeeindruckt zeigten und weiterrasten.

Quelle: dpa