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Mutter in Aschaffenburg tatverdächtig: Zwei kleine Mädchen ertränkt

Zwei kleine Mädchen sind vermutlich von der eigenen Mutter ertränkt worden. Das ergibt die Obduktion der zwei und drei Jahre alten Kinder. Ihre schwerverletzte Mutter steht unter dringendem Tatverdacht. Möglicherweise hat sie versucht, sich nach der Tat das Leben zu nehmen.

Die Familie wohnte erst seit drei Wochen hier.
Die Familie wohnte erst seit drei Wochen hier.(Foto: dpa)

Bei einem Familiendrama in Aschaffenburg sind zwei kleine Mädchen im Alter von zwei und vier Jahren höchstwahrscheinlich von ihrer Mutter getötet worden. Die 32-Jährige gilt nach Angaben der Polizei als dringend tatverdächtig. Der Obduktion zufolge wurden die Mädchen ertränkt.

Die Frau sei schwer verletzt mit ihren toten Kindern in der gemeinsamen Wohnung gefunden worden, so die Polizei. Sie musste noch in der Nacht zum Freitag operiert werden und lag auf der Intensivstation, wo sie von Polizisten bewacht wurde. Die Frau befinde sich außer Lebensgefahr, sei bisher aber noch nicht vernehmungsfähig.

Die Leichen der Mädchen wiesen den Angaben zufolge keine äußerlichen Verletzungen auf. Nachdem die Obduktion das Ertränken als Todesursache ergab, soll mit einem weiteren Gutachten geprüft werden, ob die Mädchen vorher betäubt wurden. Das Ergebnis dieses Gutachtens wird erst in einigen Tagen erwartet.

Die Ermittler klären jetzt, ob die Kinder vor dem Ertränken betäubt wurden.
Die Ermittler klären jetzt, ob die Kinder vor dem Ertränken betäubt wurden.(Foto: dpa)

Der Vater der Mädchen hatte am späten Donnerstagnachmittag die Polizei alarmiert. Polizisten und Feuerwehrleute entdeckten kurz darauf in der Wohnung die beiden leblosen Kinder. Alle Wiederbelebungsversuche bei den Mädchen blieben erfolglos.

Keine Angaben machte die Polizei dazu, ob die Frau sich ihre schweren Verletzungen selbst zugefügt hat. Es gebe aber keine Hinweise, dass sich jemand gewaltsam Zugang zur Wohnung verschafft habe. Angaben zu einem möglichen Motiv für die Tat machte die Polizei zunächst ebenfalls nicht. Dazu gebe es noch keine gesicherten Erkenntnisse.

Die Familie lebte erst seit knapp drei Wochen in dem Haus im Aschaffenburger Stadtteil Damm. Wie eine Sprecherin der Stadt sagte, handelt es sich bei dem Wohnort um eine "gute Mittelklassestraße" und nicht um einen sozialen Brennpunkt.

Quelle: n-tv.de

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