(Foto: picture-alliance/ dpa)
Dienstag, 09. Februar 2010
Neuer Wettbewerb ausgeschrieben: Zweiter Anlauf für Einheitsdenkmal
Im vergangenen Jahr war der zweistufige Wettbewerb gescheitert. Nun ruft Kulturstaatsminister Neumann erneut dazu auf, Entwürfe für ein Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin einzureichen.Zweiter Anlauf für das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin: Nach dem spektakulären Scheitern des ersten Wettbewerbs im vergangenen Jahr hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) ein neues Bewerbungsverfahren mit geänderten Regeln ausgerufen. Zudem soll das Denkmal nur noch an die friedliche Revolution 1989 in der DDR erinnern. Der Plan, auch Freiheitsbewegungen der vergangenen Jahrhunderte zu würdigen, wurde fallengelassen.
Das Denkmal solle "als nationales Symbol der Freiheit und Einheit Deutschlands in der Mitte Berlins errichtet werden", sagte Neumann. Zunächst können sich alle Interessenten mit Referenzarbeiten um die Gestaltung des Denkmals bewerben.
Unabhängiges Gremium trifft Auswahl
Ein unabhängiges Expertengremium wählt aus der ersten Runde etwa 30 Teilnehmer aus, die mit ihrer künstlerischen Qualität und Erfahrung für den Endspurt infrage kommen. Im folgenden Wettbewerb erarbeiten dann nur die ausgewählten Teilnehmer ihre Vorschläge für die Erinnerungsstätte.
Beim ersten Wettbewerb im vergangenen Jahr hatten 532 Teilnehmer ihre Entwürfe eingereicht. Nach Ansicht der Jury kam aber die für die zweite Stufe des Verfahrens notwendige Anzahl von etwa 20 geeigneten Vorschlägen nicht zusammen. Das Verfahren wurde deshalb abgebrochen. Nach Einschätzung von Experten waren sich einige prominente Künstler zu gut, bei dem offenen Verfahren mitzumachen.
Entscheidung soll bis zum 3. Oktober fallen
Die Entscheidung des Preisgerichts soll jetzt bis zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober fallen. Danach werden die Entwürfe öffentlich ausgestellt. Bewerbungen müssen bis zum 26. März vorliegen.
Zur Jury gehören die Künstler Werner Schaub, Katharina Fritsch und Monica Bonvicini, die Kuratoren Robert Fleck und Matthias Flügge, die Architekten Meinhard von Gerkan und Silvia Schellenberg-Thaut sowie Landschaftsarchitekt Arno Schmid. Weitere stimmberechtigte Preisrichter sind neben Neumann auch mehrere Bundestagsabgeordnete.
dpa
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