Panorama

Entgleister ICEZweites Eschede war möglich

17.07.2008, 10:53 Uhr

Bei dem ICE-Unglück in Köln sind die Reisenden nach Meinung des Eisenbahnbundesamtes nur knapp einer Katastrophe entgangen.

Bei dem ICE-Unglück in Köln ist die Bahn nach Meinung des Eisenbahnbundesamtes nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Wäre die Radsatzwelle des Zuges bei der normalen Streckengeschwindigkeit bis zu 300 Kilometern pro Stunde gebrochen, "hätte sich mit nicht unerheblicher Wahrscheinlichkeit eine Katastrophe wie z.B. in Eschede ereignen können", heißt es einem Bericht der "Thüringer Allgemeine" zufolge in einem Bescheid der Aufsichtsbehörde an die Bahn.

Eine Sprecherin der Behörde bestätigte die Passage, warnte jedoch vor Horrorszenarien. Reisende hatten Bahnmitarbeiter während der Fahrt auf verdächtige Geräusche aufmerksam gemacht.

Der ICE in Köln war bei Schritttempo entgleist. Ursache war eine defekte Radsatzwelle, wie das Eisenbahn- Bundesamt als Aufsichtsbehörde bestätigte. Bis ein unabhängiges Gutachten über die Radsatzwelle vorliege, könnten mehrere Wochen vergehen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der ICE 3 ist die modernste Baureihe der deutschen Hochgeschwindigkeitszüge.

Eisenbahn-Bundesamt