Mörder und GeiselgangsterMichalski und Heckhoff im Porträt
Peter Paul Michalski und Michael Heckhoff gelten als gewalttätiger Mehrfachtäter. Ihre Verbrecher werden als besonders schwerwiegend eingestuft.
Peter Paul Michalski
Der 46 Jahre alte Peter Paul Michalski ist ein verurteilter Mörder und besonders gewalttätiger Mehrfachtäter. Er verbüßte laut NRW-Justizministerium bereits als Heranwachsender eine Jugendstrafe. 1985 wurde er entlassen, drei Jahre später aber schon wieder festgenommen. 1988 verurteilten ihn die Richter zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft, unter anderem wegen schweren Raubes.
1993 erschoss Michalski im Hafturlaub einen Mittäter - und erhielt dafür eine lebenslange Haftstrafe. Das Bielefelder Landgericht stellte im März 1995 die besondere Schwere der Schuld fest. Damit war eine Überprüfung der Haftstrafe nach 15 Jahren für den gebürtigen Herforder blockiert. Anfang 2006 war er von der JVA Wuppertal nach Aachen verlegt worden, dort gelang ihm der Ausbruch.
Die Polizei Essen veröffentlichte eine Personenbeschreibung von Michalski: Danach ist er 1,76 Meter groß und schlank. "Er hat einen Kinn- und Oberlippenbart und eine Halbglatze mit grauem Haarkranz." Bekleidet war er am Tag des Ausbruchs mit einer Wollmütze und einer grauen Regenjacke.
Michael Heckhoff: Geiselgangster
Der 50 Jahre alte Michael Heckhoff wird als einer der gefährlichsten Geiselgangster in Deutschland eingestuft. Er sitzt seit Anfang der 80er Jahre mit kurzen Unterbrechungen im Gefängnis. Heckhoff ist vor allem wegen einer Geiselnahme 1992 in der Justizvollzugsanstalt im sauerländischen Werl zu zweifelhafter Bekanntheit gelangt. Für die Tat erhielt er Ende 1993 lebenslang. Heckhoffs damaliger Komplize - ein Mehrfachmörder - übergoss einen Wachmann und eine junge Arzthelferin mit Benzin und zündete sie vor dem Zugriff der Polizei an.
Heckhoff sei wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden, hieß es aus dem Justizministerium. Das Landgericht Köln habe die Mindesthaftzeit für ihn unlängst auf 21 Jahre festgesetzt.
Schon vor der Werler Geiselnahme hatte Heckhoff schwere Verbrechen verübt: Wegen Geiselnahme einer Polizistin und zweier Banküberfälle war er Anfang der 90er Jahre zu 15 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. In seiner Einzelzelle in der JVA Bochum wurden 1995 eine Gaspistole und eine Handgranaten-Attrappe gefunden. Danach wurde er in eine speziell überwachte Zelle in Wuppertal gebracht. Nach Angaben des Justizministeriums in Düsseldorf saß Heckhoff seit gut einem Jahr im Aachener Gefängnis.