Was sonst noch passierteRot heißt: Küssen auf den Mund
Eiskalte Kurven erhitzen die Gemüter. Farbige Armbänder auch. Und was würden Sie mit einem Lotto-Gewinn machen? Ein Magenband kaufen? Nur die Natur bewahrt einen klaren Kopf.
Eiskalte Kurven können die Gemüter ebenso erhitzen wie vermeintlich harmlose Plastikarmbänder. Und was würden Sie mit einem Lottogewinn machen? Ein Häuschen im Grünen kaufen? Auf Kreuzfahrt gehen? Wie wäre es stattdessen mit einem Magenband? Damit lägen Sie im Trend - zumindest in Großbritannien. Statt eines Luxusdampfers reicht ja auch ein Kürbis. Einzig die Natur bewahrt einen klaren Kopf. Lesen Sie, was sonst noch passierte.
Fleißig: Die Natur
Zum internationalen Tag des Artenschutzes hat die Umweltstiftung WWF Leistungen der Natur in Geld umgerechnet. Den Verdienst der Bienen als Honigproduzenten und Bestäuber zahlreicher Nutzpflanzen bezifferte der Verband auf 2,9 Milliarden Euro im Jahr. Intakte Korallenriffe, die Küsten schützen, als Fisch-Kinderstube dienen und Tauchtouristen anziehen, seien jährlich rund 125,3 Milliarden Euro wert. Insgesamt "erwirtschafte" die gesamte Natur pro Jahr schätzungsweise 23,6 Billionen Euro.
Auch in Zeiten knapper Kassen dürfe deshalb nicht an Investitionen in den Naturschutz gespart werden. Das sei kein Luxus, sondern zahle sich doppelt und dreifach wieder aus, betonte der WWF. Schätzungen zufolge könnte allein die Ausweisung von Meeresschutzgebieten eine Million Arbeitsplätze schaffen.
"Beim Artenschutz steht nicht allein die Rettung der Köcherfliege, sondern das Überleben der Menschheit auf dem Spiel", sagte WWF-Mitarbeiter Günter Mitlacher. Das Säubern von Böden und Wasser, das Speichern von Kohlendioxid oder das Bereitstellen von Medikamenten, seien im Grunde unbezahlbar.
Rot: Küssen auf den Mund
Der Bürgermeister der südbrasilianischen Stadt Navegantes hat sogenannte Sex-Armbänder an allen öffentlichen Schulen untersagt. Die Farbe der Bänder gibt Aufschluss über die sexuellen Vorlieben der jeweiligen Träger und daran stößt sich das Stadtoberhaupt Roberto Carlos de Souza. Auf seiner Website verkündete er, das Verbot habe er erlassen, weil die Armbandmode "abwegige Diskussionen" über Sexualität zur Folge habe. Ihm bereite es Sorgen, dass daran auch schon zehn bis zwölf Jahre alte Schüler beteiligt seien.
Die Plastikbänder kosten im Zehnerpaket umgerechnet weniger als einen Euro. Rot soll für Küssen auf den Mund stehen, violett für Geschlechtsverkehr und schwarz für gleichgeschlechtlichen Sex. Der Bürgermeister verpflichtete die Lehrkräfte, die Angelegenheit mit ihren Schülern, aber auch mit den Eltern zu besprechen.
Gigantisch: Kürbis ahoi
In einem Riesenkürbis mit eingebautem Außenbordmotor wollen zwei Briten einen 400 Meter breiten Kanal zwischen dem walisischen Festland und einer Insel überqueren. Der 67-jährige Medwyn Williams und sein 42-jähriger Sohn Alwyn planen, für das ehrgeizige Schifffahrtsprojekt einen mehr als 700 Kilogramm schweren Kürbis zu züchten und dann auszuhöhlen. Mit der Aktion sollen Spendengelder für verletzte Soldaten gesammelt werden. Um aus dem Seemannsgarn Tatsachen zu machen, soll der Kürbis von Mai an in einem speziellen Gewächshaus und mit "geheimen Zutaten" gezogen werden. Die Samen wurden bereits aus den USA angeliefert, sagten die Hobby-Gärtner, die für andere gigantische Gemüsezüchtungen schon viele Preise bekommen haben.
Heiß: Kurvige Eis-Frau
Eine Frau aus Schnee und Eis ist ihren amerikanischen Nachbarn zu "heiß". Durch die kurvige Skulptur in Anlehnung an die klassische Venus von Milo fühlte sich ein Anwohner im US-Staat New Jersey belästigt. Er schaltete die Polizei ein, berichtete die US-Zeitung "Daily News". Daraufhin musste die künstlerische Familie die Schneefrau in ihrem Vorgarten keusch verhüllen. Bis sie geschmolzen ist, muss die eisige Venus nun ein Bikini-Oberteil und ein Tuch um die Hüften tragen.
Traumhaft: Magenband
Was darf es heute sein? Eine Schafherde, eine Brustvergrößerung oder doch lieber zwecks Gewichtsreduzierung ein Magenband? Das Buch "We Won The Lottery" - zu Deutsch: Wir haben die Lotterie gewonnen - gibt Aufschluss über die skurrilen Anschaffungen britischer Lotto-Gewinner. Dabei stehen laut Autor Danny Buckland bei fast einem Viertel aller Jackpot-Gewinner kosmetische Behandlungen ganz oben auf dem Wunschzettel. Doch auch der Kauf einer Whisky-Fabrik taucht dort auf. "Den Jackpot zu knacken erlaubt dem Gewinner, seine Träume zu verwirklichen", kommentierte ein Sprecher der nationalen Lotterie-Gesellschaft die außergewöhnlichen Anschaffungen.
Schlaflos: Baum fällen!
Weil er nicht schlafen konnte, hat ein Mann mitten in der Nacht einen Baum gefällt und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Eine Nachbarin wachte von klirrenden Geräuschen auf, sah eine hohe Leiter, dachte an einen Einbruch und schlug Alarm, teilte die Polizei mit. Die Beamten rückten mit sechs Streifenwagen an, konnten aber keine Spur eines Einbruchs entdecken. Schließlich erschien der Hausherr und berichtete von seiner nächtlichen Baumfällaktion. Als die Polizei auftauchte, hatte der Mann einen solchen Schreck bekommen, dass er sich erst einmal in einer Gartenlaube versteckte.