Freitag, 30. Oktober 2009
"Mutig und engagiert"
Mograbi erhält Konrad-Wolf-Preis
Die Berliner Akademie der Künste verleiht den diesjährigen Konrad-Wolf-Preis an den israelischen Dokumentarfilmer Avi Mograbi. Er sei ein "Experimentator und Erneuerer der Filmsprache".
Der israelische Dokumentarfilmer Avi Mograbi wird am 1. November mit dem Konrad-Wolf-Preis 2009 der Berliner Akademie der Künste ausgezeichnet. Die Jury würdigt Mograbi nicht nur als bedeutendsten Dokumentaristen Israels, sondern auch als "mutigen und engagierten Zeitzeugen der Konflikte im Mittleren Osten" sowie als einen "Experimentator und Erneuerer der Filmsprache". Außerdem sei der 1956 in Tel Aviv geborene Mograbi auch ein begabter Satiriker. Thema seiner Filme sei die Lage in Israel und dem besetzten Palästina.
Sein jüngster Film "Z 32" wird vor der Preisverleihung in der Akademie am Hanseatenweg gezeigt. Der Konrad-Wolf-Preis ist nach dem 1982 gestorbenen Filmregisseur ("Solo Sunny") und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR benannt. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich für herausragende künstlerische Leistungen auf dem Gebiet der darstellenden Kunst sowie der Film- und Medienkunst verliehen.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören Ruth Berghaus, Margarethe von Trotta, Jürgen Flimm, Volker Schlöndorff, Lars von Trier, Wolfgang Engel, Andres Veiel und Edgar Reitz.
dpa
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