Politik
In Aleppo toben seit Monaten blutige Gefechte.
In Aleppo toben seit Monaten blutige Gefechte.(Foto: REUTERS)

Massaker in Maan: 23 Syrer angeblich enthauptet

Die Gewalt in Syrien hält an: Wieder sollen regierungstreue Einheiten Menschen brutal ermordet haben. Auch rund um die Metropole Aleppo prallen Regime und Regimegegner wieder aufeinander. Der zivile Flugverkehr im Norden des Landes kommt zum erliegen.

Während die Menschen in aller Welt das neue Jahr begrüßen, beklagen die Syrer ein weiteres Massaker. Regimegegner berichteten, Angehörige der regimetreuen Schabiha-Miliz hätten in dem Dorf Maan in der Provinz Hama 23 Menschen enthauptet. Die Getöteten gehörten zu den wenigen sunnitischen Familien, die in dem Dorf lebten. Unter den Opfern sollen sieben Kinder sein. Die Leichen seien angezündet worden, so dass einige von ihnen noch nicht hätten identifiziert werden können, hieß es. Da eine unabhängige Berichterstattung aus Syrien angesichts der aufgeheizten Lage nicht möglich ist, lassen sich die Vorwürfe allerdings nicht belegen.

Das Gemetzel soll begonnen haben, nachdem Rebellen am Montag in der Region Straßensperren der Regierungstruppen angegriffen hatten. Diese hätten daraufhin die Kämpfer der Miliz gerufen, die im Bürgerkrieg auf der Seite von Präsident Baschar al-Assad steht.

Auch in Aleppo trafen regierungstreue Truppen und Assad-Gegner wieder aufeinander. Der internationale Flughafen wurde nach heftigen Angriffen der Aufständigen für den Flugverkehr gesperrt. Das sagten Mitarbeiter des Flughafens. Die syrischen Rebellen kontrollieren mehrere Viertel der Wirtschaftsmetropole Aleppo. Die Flughafenverwaltung erklärte offiziell, die Schließung des Flughafens sei zum Zweck von Wartungsarbeiten angeordnet worden.

Quelle: n-tv.de

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