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Politik

Montag, 19. Oktober 2009

Ausbildung in Pakistan: 30 Deutsche im Terrorcamp

Hakimullah Mehsud, der neue Taliban-Führer in Pakistan.

Hakimullah Mehsud, der neue Taliban-Führer in Pakistan.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Mindestens 30 Islamisten aus Deutschland haben laut einem Pressebericht in diesem Jahr ein paramilitärisches Trainingslager in Pakistan besucht. Etwa zehn Rekruten seien dieses Jahr nach Deutschland zurückgekehrt, berichtete die US-Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise. Das erhöhe die Sorge vor neuen Anschlagsplänen gegen Ziele in Europa. "Das reicht aus, um zu zeigen, wie ernst die Bedrohung ist", zitierte die Zeitung einen ranghohen deutschen Anti-Terror-Experten.

Dem Bericht zufolge nimmt die Zahl westlicher Rekruten auch aus den USA in den Ausbildungslagern für Islamisten zu. Obwohl der US-Geheimdienst CIA im vergangenen Jahr verstärkt Raketenangriffe mit unbemannten Flugzeugen auf Al-Kaida- und Taliban-Kommandeure geflogen habe, halte der Zulauf zu den Ausbildungslagern unvermindert an, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf US- und europäische Anti-Terror-Experten.

Nach der Veröffentlichung mehrerer islamistischer Droh- und Propagandavideos vor der Bundestagswahl waren die deutschen Sicherheitskräfte in den vergangenen Wochen in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. In einem Internet-Video drohten die Taliban der Bundesrepublik wegen des Einsatzes deutscher Soldaten in Afghanistan mit Vergeltung. Dazu wurden Fotos vom Brandenburger Tor, dem Hamburger Hauptbahnhof, dem Kölner Dom, der Frankfurter Skyline und auch vom Oktoberfest eingeblendet.

AFP

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