Donnerstag, 25. Dezember 2008
PFLP-Führer verurteilt: 30 Jahre für Saadat
Ein israelisches Militärgericht hat den Chef der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), Ahmed Saadat, zu 30 Jahren Haft verurteilt. Als Führer einer "illegalen terroristischen Organisation" sei Saadat verantwortlich und schuldig für alle Taten der PFLP, hieß es aus israelischen Militärkreisen.
Die israelische Armee hatte im März 2006 das Palästinensergefängnis in Jericho gestürmt und Saadat und vier weitere PFLP-Mitglieder festgenommen. Saadat war von den palästinensischen Sicherheitskräften nach dem tödlichen Anschlag auf den israelischen Tourismusminister Rechavam Seevi festgenommen und in Jericho inhaftiert worden.
In Israel sollte Saadat ursprünglich wegen der Planung des Mordes an Seevi im Jahr 2001 angeklagt werden. Doch wurde dies fallengelassen, stattdessen wurde gegen die vier ebenfalls festgenommenen PFLP-Mitglieder ermittelt. Die PFLP verübte zahlreiche Anschläge auf israelische Botschaften, Ölpipelines und Flugzeuge der Airline El Al. Ein vierköpfiges PFLP-Kommando entführte im Oktober 1977 die deutsche Lufthansamaschine Landshut nach Mogadischu, um die Freilassung von elf Terroristen der Roten Armee Fraktion zu erpressen.
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