Politik

Signal an Chávez4000 Häftlinge hungern

04.09.2010, 15:47 Uhr
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Blick auf Caracas: Die vorgebauten Slums sind geprägt von Armut - und Verbrechen. (Foto: REUTERS)

Die Lebensbedingungen in venezolanischen Gefängnissen müssen dermaßen schlecht sein, dass tausende Häftlinge in den Hungerstreik getreten sind. Und sie drohen mit weiteren Aktionen.

In Venezuela sind mehr als 4000 Gefängnisinsassen aus Protest gegen die schlechten Haftbedingungen in einen Hungerstreik getreten. Nach Berichten lokaler Medien sind Gefängnisse in mehreren Bundesstaaten betroffen. Die Häftlinge beschweren sich darüber, dass sie vom Wachpersonal misshandelt würden, die Anstalten überfüllt seien und Gerichtsprozesse zu lange auf sich warten ließen.

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Chavez ist gefragt. Er prahlt ja stets mit dem sozialen Fortschritt in seinem Land. (Foto: dpa)

Die zunächst auf unbestimmte Dauer angesetzten Aktion begann den Berichten zufolge bereits Mitte der Woche. Die Haftanstalten liegen in den Bundesstaaten Bolívar, Aragua und Carabobo. In einem Schreiben an Venezuelas linken Staatschef Hugo Chávez bezeichnen einige Inhaftierte die Anstalten als "Camps des Terrors". Sie kündigten an, ihre Aktion zu radikalisieren, wenn keine Abhilfe geschaffen werde.

Quelle: dpa