Sarrazin soll für sein Buch auch die Infrastruktur der Bundesbank benutzt haben.
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Donnerstag, 09. September 2010
Kein goldener Handschlag?: Abfindung für Sarrazin fraglich
Das Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Finanzministerium klingt eindeutig: Demnach wurde dem inzwischen suspendierten Bundesbank-Vorstand Sarrazin für den Fall der Vertragsauflösung keine Abfindung zugesichert.Ob der wegen seiner umstrittenen Thesen über die Integration von Zuwanderern suspendierte Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin im Falle einer Entlassung eine Abfindung erhält, ist fraglich. Es sei "für den Fall der Vertragsauflösung keine Abfindung vertraglich zugesichert" worden, zitiert das "Hamburger Abendblatt" aus einem Antwortschreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Finanzministerium, Steffen Kampeter, an die Linkspartei.
Die stellvertretende Linken-Parteivorsitzende Katja Kipping mahnte die Bundesregierung dennoch, keinerlei finanzielle Entschädigungen für Sarrazin in Betracht zu ziehen: "Alle Verantwortlichen in Regierung und Bundesbank sind in der Pflicht, einen goldenen Handschlag für Sarrazin auszuschließen", sagte sie der Zeitung. "Ich fordere die Offenlegung aller diesbezüglichen Angebote und Absprachen."
Derzeit bereitet das Bundesfinanzministerium eine Stellungnahme zum Fall Sarrazin vor. Diese will Bundespräsident Wulff einsehen, bevor er über die mögliche Abberufung Sarrazins entscheidet.
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Sarrazin hatte mit seinen Thesen zur angeblich mangelnden Integrationsfähigkeit von Migranten und weiteren provokanten Äußerungen für heftige Kritik gesorgt. Der Bundesbankvorstand hatte Wulff in der vergangenen Woche um die Abberufung des 65-jährigen SPD-Politikers gebeten.
AFP/dpa
