Freitag, 17. Oktober 2008
Einstieg in den Ausstieg: Abzugsplan für Irak
Unterhändler der USA und des Iraks haben sich auf den Entwurf für ein Sicherheitsabkommen über die Präsenz amerikanischer Truppen geeinigt. Das Papier müsse jedoch noch "den normalen politischen Prozess in unseren beiden Ländern durchlaufen", sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Geoff Morrell, in Washington.
US-Medien zufolge soll in dem Abkommen festgehalten werden, dass sich die US-Einheiten spätestens bis Ende Juni kommenden Jahres aus den irakischen Städten in ihre Stützpunkte zurückziehen und das Land bis 2011 verlassen. Morrell äußerte sich nicht konkret zu Zeitplänen.
Der Pentagon-Sprecher räumte aber "angestrebte Zeitpläne" ein, die sich in dem Entwurf für die Vereinbarung fänden. "Diese Ziele werden aber nur verfolgt, wenn es die Bedingungen vor Ort zulassen", sagte Morrell. Mit dem Sicherheitsabkommen sollen die Bedingungen für den Verbleib der ausländischen Truppen im Irak nach Ablauf des Mandats der Vereinten Nationen Ende 2008 festgelegt werden.
Der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki hatte schon am Wochenende den Einsatz britischer Soldaten im Süden des Landes definiert und erklärt, dass die britischen Truppen dort nicht weiter zum Schutz benötigt würden. "Wir danken ihnen für ihre bisherige Rolle, aber ich denke, dass ihre Präsenz zum Erhalt von Sicherheit und Kontrolle nicht weiter nötig ist", sagte er nach Medienberichten.
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