Samstag, 07. November 2009
Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen: Afghanistan stützt Karsai
Laut Transparency International gehört Afghanistan zu den fünf korruptesten Ländern der Erde. Vorwürfe westlicher Politiker, wonach Präsident Karsai angeblich nicht genug gegen Vetternwirtschaft unternimmt, weist das Land nun jedoch zurück.
Auch Karsai sieht die Probleme in seinem Land und will sich für den Kampf gegen Korruption einsetzen.
(Foto: dpa)
Afghanistan hat empört Vorwürfe des Westens gegen Präsident Hamid Karsai zurückgewiesen, wonach dieser nicht genug gegen die Korruption im Land unternimmt. Solche Aussagen "widersprechen den anerkannten internationalen Normen", erklärte das Außenministerium in Kabul. Zudem werde mit den Vorwürfen die afghanische Souveränität verletzt. In den vergangenen Tagen hatten unter anderem US-Präsident Barack Obama, der britische Regierungschef Gordon Brown und UN-Missions-Chef Kai Eide von Karsai verlangt, härter gegen Korruption und Vetternwirtschaft vorzugehen.
Auch der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen rief Karsai dazu auf, die Korruption und den Drogenhandel stärker zu bekämpfen. In einer in New York veröffentlichten Erklärung verlangte das Gremium von der neuen Regierung, sich aktiv um die Probleme der Bevölkerung - wie die Frage der Sicherheit und den wirtschaftlichen Aufbau - zu kümmern. Die Lebensbedingungen der Menschen sollten verbessert werden.
Laut Transparency International gehört Afghanistan zu den fünf korruptesten Ländern der Erde. Karsai selbst hatte jüngst für seine zweite Amtszeit eine bessere Regierungsführung versprochen und das Problem eingestanden: "Afghanistan ist von der Korruption beschmutzt worden. Unsere Regierung ist von der Korruption beschmutzt worden", sagte der Präsident bei seinem ersten Auftritt nach seiner umstrittenen Ausrufung zum Wahlsieger.
AFP/dpa
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