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Politik

Donnerstag, 14. Januar 2010

Keine "grüne" Woche: Aigners Rede gestört

In Dirndl gekleidet und mit einem Körbchen Genkartoffeln der Sorte Amflora unterm Arm stören zwei Greenpeace-Aktivistinnen die Rede der Umweltministerin.
Frau Aigner ist Ärger gewohnt.

Frau Aigner ist Ärger gewohnt.
(Foto: AP)

Umweltaktivisten haben den Besuch von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf der Internationalen Grünen Woche mit einem Protest gegen Gentechnik gestört. Mit dem Ruf "Frau Ministerin, stoppen Sie den Anbau von genmanipulierten Kartoffeln", unterbrachen zwei Aktivistinnen der Umweltschutzorganisation Greenpeace eine Ansprache Aigners. Sicherheitskräfte führten die beiden in Dirndl gekleidete Demonstrantinnen ab, bevor sie ein Transparent entfalten konnten.

Die CSU-Politikerin unterbrach ihre Ansprache in der Halle ihres Ministeriums auf der Landwirtschaftsmesse trotz des Zwischenfalls nicht und redete ungestört weiter. Die beiden Demonstrantinnen hatten nach Greenpeace-Angaben Körbe mit Kartoffeln der Gensorte Amflora unter dem Arm. Auf dem Transparent hieß es: "Nicht vergessen, Frau Ministerin: Grüne Woche eröffnen - Genkartoffeln verbieten". Aigner hatte den Anbau von Amflora in Deutschland zu Versuchszwecken Ende April 2009 erlaubt; auch einer möglichen Zulassung der Kartoffel durch die EU-Kommission für den kommerziellen Anbau will sich die CSU-Politikerin nicht widersetzen. Die Auswirkungen von Amflora auf ihre Umwelt sind umstritten.

Für Besucher öffnet die Messe am Freitag, sie endet am 24. Januar. Auf dem Berliner Messegelände werden etwa 400.000 Besucher erwartet, darunter 100.000 Fachbesucher.

AFP

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