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Aktivisten werfen dem Unternehmen vor, mit ihren Unterkünften in besetzten Gebieten die "israelische Apartheid" zu unterstützen.
Aktivisten werfen dem Unternehmen vor, mit ihren Unterkünften in besetzten Gebieten die "israelische Apartheid" zu unterstützen.(Foto: picture alliance / dpa)

Wohnungen in illegalen Siedlungen: Airbnb-Unterkünfte sorgen für Ärger

Der Vorwurf gegen die internationale Mietwohnzentrale Airbnb wiegt schwer: Bereicherung an der Enteignung in den israelisch besetzten Palästinensergebieten im Westjordanland. Französische Aktivisten wollen aber nicht länger tatenlos zusehen.

Das Internetportal Airbnb sieht sich scharfer Kritik ausgesetzt, weil es auch in den illegalen jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland Ferienwohnungen anbietet. Ein Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen rief zu Protestkundgebungen vor den Niederlassungen des US-Unternehmens in London, San Francisco, Portland und Paris auf.

In der französischen Hauptstadt überreichten zehn Aktivisten eine Petition, die weltweit von mehr als 140.000 Menschen unterzeichnet wurde. "Das sind die Unterschriften von 140.000 Menschen, die Airbnb auffordern, nicht länger Gewinn aus der Enteignung des palästinensischen Volkes zu ziehen", sagte Imen Habib von der Kampagne BDS France.

Jean-Guy Greilsamer von der Jüdischen Französischen Union für den Frieden (UJFP) sagte, es sei "inakzeptabel, Geld mit einer kolonialen Politik zu machen". Airbnb vermiete Wohnungen "in illegalen israelischen Siedlungen, gebaut auf dem gestohlenen Land der Palästinenser". Habib sagte, Airbnb vertrete die Haltung, dass es an den Nutzern der Plattform sei zu entscheiden, wo sie wohnen wollten.

Das Unternehmen sei aber verantwortlich für die Plattform und müsse sich an das internationale Recht halten und aufhören, die "israelische Apartheid" zu unterstützen. Nach internationalem Recht sind alle israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten illegal. Israel ignoriert aber seit Jahren die Kritik und baut die Siedlungen unbeirrt aus.

Quelle: n-tv.de

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