Politik
Vater und Sohn demonstrieren Einigkeit.
Vater und Sohn demonstrieren Einigkeit.(Foto: dpa)
Donnerstag, 05. November 2015

Kritik an Rumsfeld und Cheney: Alter Bush verteidigt seinen Sohn

Der Clan hält zusammen: George Bush senior springt seinem Sohn George W. Bush hinsichtlich dessen Präsidentschaft zur Seite. Für den 91-Jährigen sind Ex-Vizepräsident Cheney und Ex-Verteidigungsminister Rumsfeld an gemachten Fehlern schuld.

Nach Jahren des Schweigens hat der ehemalige US-Präsident George H. W. Bush seinen Sohn öffentlich verteidigt und Fehler in dessen Präsidentschaft zwei damaligen Kabinettsmitgliedern angelastet. Ex-Vizepräsident Dick Cheney und Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hätten George W. Bush während dessen Zeit im Weißen Haus (2001-2009) schlecht beraten, sagte sein Vater im Gespräch mit seinem Biografen Jon Meacham.

Cheney habe "sein eigenes Imperium" aufgebaut und Bush junior mit einer zu "harten Linie" beeinflusst, zitiert die "New York Times" Bush senior aus einem Buch, das kommende Woche erscheinen soll. Rumsfeld sei ein "arroganter Kerl", der Ansichten anderer übergehe und dem Präsidenten "schlecht gedient" habe. Sein Sohn habe die beiden aber selbst ins Amt gehoben und sich häufig fragwürdiger Rhetorik bedient, räumte Bush senior zugleich ein.

Während der heute 91-jährige Bush für den Krieg gegen den Irak zur Befreiung Kuwaits und als einer der "Väter" der deutschen Wiedervereinigung gefeiert wurde, zählt sein Sohn laut Umfragen zu den unbeliebtesten Präsidenten aller Zeiten. Seine Einteilung der Welt in eine "Achse des Bösen" und Guten sowie seine umstrittene Irak-Invasion im Jahr 2003 brachten ihm auch in Deutschland teils scharfe Kritik ein.

Der Republikaner George H. W. Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der USA. Er verlor 1992 nach nur einer Amtsperiode die Wahl gegen den Demokraten Bill Clinton. Unter Bush senior führten die USA im ersten Irak-Krieg eine Koalition zur Befreiung Kuwaits an. Er verzichtete nach dem Sieg auf den Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein.

Quelle: n-tv.de

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