Samstag, 12. September 2009
Auch CDU will jetzt suchen: Alternativen zu Gorleben
Nach dem Streit über angebliche Manipulationen bei der Erkundung des Salzstocks Gorleben signalisiert jetzt auch die CDU Bereitschaft, nach neuen Standorten für ein Atommüll-Endlager zu suchen."Ich will nicht ausschließen, dass weitere mögliche Standorte unter die Lupe genommen werden", sagte die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Wir müssen uns gut überlegen, ob wir es uns leisten können, am Ende möglicherweise mit leeren Händen dazustehen." Sollte sich herausstellen, dass der Salzstock in Gorleben nicht als Endlager geeignet ist, "brauchen wir einen neuen Suchlauf".
Heftig kritisierte Gönner Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD): "Seine Aufgabe wäre es in den vergangenen vier Jahren gewesen, die Endlagerfrage konstruktiv zu betreiben, dies ist er bisher schuldig geblieben." Die CDU-Politikerin, die auch als neue Bundesumweltministerin nach der Wahl gehandelt wird, forderte, die ergebnisoffenen Erkundungen zu Gorleben wieder aufzunehmen. Die bislang vorliegenden Untersuchungsergebnisse gäben allerdings keinen Anlass, an der Eignung zu zweifeln. "Eine Alternative zu Gorleben lässt sich nicht aus dem Hut zaubern. Deshalb wäre es wichtig, möglichst frühzeitig Klarheit zu haben", sagte Gönner.
dpa
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