Energiewende ist wie Mondlandung: Altmaier wirbt um Akzeptanz
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle fordert einen Baustopp für neue Solaranlagen. Doch Umweltminister Altmaier lehnt ab. Mehr noch: Er wirbt für die Energiewende mit großen historischen Vergleichen.
Bundesumweltminister PeterAltmaier (CDU) hat die Forderung des FDP-Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle nacheinem Neubaustopp für Solaranlagen zurückgewiesen. "Bundestag und Bundesrathaben erst vor wenigen Wochen die Förderung von Solaranlagen mit den Stimmen allerFraktionen umfassend neu geregelt. Diese Reform beginnt gerade zu wirken, deshalbwäre es falsch, sie schon wieder infrage zu stellen", sagte Altmaier der "Welt".
Altmaier warnte vor einerüberstürzten Reform des umstrittenen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). "Dienötige Reform des EEG muss für viele Jahre gültig bleiben, Planungssicherheit gebenund die Marktfähigkeit der Erneuerbaren Energien ermöglichen. Das kriegt man nichtmit politischen Schnellschüssen hin", sagte der CDU-Politiker.
Er forderte die Wirtschaftauf, sich stärker für die Energiewende zu engagieren. "Ich wünsche mir, dasssich die deutsche Wirtschaft vom Mittelstand bis zur großen Industrie das Gelingender Energiewende auf die Fahnen schreibt." Dies hänge nicht nur von staatlicherRegulierung ab, sondern auch davon, wie die Wirtschaft mit diesem Thema umgehe undob sie etwas daraus mache.
Als eine der größten Herausforderungennannte Altmaier die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende. "Jedes Landbraucht im Laufe seiner Geschichte alle paar Jahrzehnte ein Projekt, das fasziniertund bannt", sagte der Minister. "Das war die Mondlandung der Amerikaner.Das war der Wiederaufbau, es war die deutsche Einheit. Und jetzt kommt die Energiewende."
Brüderle hatte am Montagin einem Interview mit der "Rheinischen Post" einen Neubaustopp für Solaranlagengefordert, um den "Öko-Snobismus" der Solarindustrie zu beenden. Das EEGgarantiert den Erzeugern von Strom aus erneuerbaren Quellen feste Einspeisevergütungen.Die Kosten dafür werden über die Strompreise auf alle Verbraucher umgelegt.
Quelle: n-tv.de

