Mittwoch, 16. September 2009
Mehrere verletzte Soldaten: Angriff auf die Bundeswehr
Bei schweren Gefechten nahe Kundus ist ein deutscher Soldat schwer verletzt worden, weitere werden leicht verletzt.
Im Kampfeinsatz: Zunehmend wir die Bundeswehr in Afghanistan in schwere Gefechte verwickelt. (Archivbild)
(Foto: AP)
Bei zwei Angriffen der radikal-islamischen Taliban auf die Bundeswehr in Afghanistan sind insgesamt acht deutsche Soldaten verletzt worden, davon ein Soldat schwer. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurde am Mittwochmorgen eine deutsche Patrouille etwa zwölf Kilometer südlich des deutschen Wiederaufbauteams (PRT) im nordafghanischen Kundus attackiert. Es kam zu einem etwa 40 Minuten langen Feuergefecht. Wenig später habe es einen zweiten Angriff auf die Bundeswehr in derselben Region mit einem einstündigen Feuergefecht gegeben. Luftunterstützung sei angefordert worden - scharf geschossen habe sie aber nicht. "Dies alles zeigt, dass die Lage gefährlich und angespannt bleibt", sagte Ministeriumssprecher Thomas Raabe.
Der schwer verletzte Soldat wurde mit dem Hubschrauber nach Masar- i-Scharif geflogen. Dort wird er zunächst im Bundeswehr-Lazarett behandelt. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam erlitt der Mann schwere Kopfverletzungen. Er soll nach Deutschland ausgeflogen werden - der Zeitpunkt sei noch offen, sagte ein Sprecher. Die sieben leicht verletzten Soldaten bleiben nach derzeitigem Stand in Afghanistan, hieß es. Wie der Verwaltungschef des Distrikts Ali Abad, Habibullah Muhtaschim, mitteilte, wurden auch vier Aufständische getötet oder verletzt. Die Bundeswehr erklärte hingegen, es sei nicht bekannt, ob es zu Verlusten auf der Gegenseite gekommen sei. Erst am Dienstag war in Nordafghanistan ein Bombenanschlag auf deutsche Soldaten verübt worden, bei dem niemand zu Schaden kam.
rts
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