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Der zweite Anschlag traf auch viele Helfer.
Der zweite Anschlag traf auch viele Helfer.(Foto: AP)

Unruhe im Nordkaukasus: Anschläge fordern viele Opfer

Von Ruhe ist der Nordkaukasus weit entfernt. Wieder einmal kommt es in Dagestan zu einem Anschlag. Als die Helfer und Rettungskräfte am Ort der Explosion eintreffen, detoniert die nächste Bombe. Viele Menschen sterben, Dutzende werden verletzt.

Eines der Opfer wird in einem Krankenhaus behandelt.
Eines der Opfer wird in einem Krankenhaus behandelt.(Foto: REUTERS)

Bei einem doppelten Selbstmordanschlag mit Autobomben sind in der russischen Konfliktregion Dagestan mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 120 weitere Menschen wurden durch die mit Nägeln gefüllten Sprengkörper mit einer Wucht von je 50 Kilogramm TNT verletzt worden. Das sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums nach Angaben der Agentur Interfax.

Eine Bombe detonierte demnach, als die Polizei ein Auto stoppte, um Unterlagen zu überprüfen. Die zweite Explosion ereignete sich etwa 20 Minuten später, als Feuerwehrleute und Krankenwagen an der Unglücksstelle in der Nähe eines Polizeipostens in der Stadt Machatschkala eintrafen.

Im Nordkaukasus streben Islamisten nach einem von Moskau unabhängigen Emirat. Jedes Jahr sterben bei Gewaltexzessen in der Konfliktregion, zu dem auch das einstige Kriegsgebiet Tschetschenien gehört, Hunderte Menschen. Die Region liegt in der Nähe des russischen Sotschi, wo 2014 die Olympischen Winterspiele stattfinden.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton verurteilte "die abscheulichen Terrorangriffe" auf das Schärfste, wie ein Sprecher in Brüssel mitteilte. Es könne "für solche kriminellen Taten keine Rechtfertigung geben."

Quelle: n-tv.de

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