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Terrorgefahr wegen Mali-Konflikt : Anschläge in Deutschland möglich

Die Sicherheitsbehörden sorgen sich, dass der Konflikt in Mali Terror und Gewalt nach Deutschland tragen könnte. Die Rede ist von fanatisierten Tätern, die das Engagement der Bundeswehr in Mali zum Anlass nehmen, Anschläge zu verüben. Demnach seien deutsche Einrichtungen im Inland als auch im Ausland gefährdet.

Mali - Land am Niger 2
(Foto: stepmap.de)

Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen vor einer wachsenden Terror-Gefahr durch den Einsatz der Bundeswehr in Mali. Dieser könne fanatisierte Einzeltäter oder Kleinstgruppen zu Anschlägen veranlassen, berichtete die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf ein Geheimpapier der Sicherheitsbehörden. Die Aktionen könnten sich sowohl gegen deutsche Einrichtungen im Inland wie im Ausland richten, hieß es.

Die Bundesregierung unterstützt die Offensive französischer und malischer Truppen gegen islamistische Rebellen in Mali mit Transportflugzeugen und Ausrüstung.

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Dem Blatt zufolge reisten allein 2012 rund 50 Personen aus der militant-islamistischen Szene in Deutschland in Ausbildungscamps weltweit - unter anderem nach Mali, aber auch nach Libyen, Syrien und Somalia. Dort seien sie von Al-Kaida-Mitgliedern in verschiedenen Anschlagstechniken geschult worden. Sie sollten "autonome Terror-Zellen" in Deutschland bilden, um Anschläge auf markante Ziele verüben zu können.

Zu den genannten 50 Islamisten kämen weitere 100 deutsche Islamisten, die bereits vorher eine paramilitärische Ausbildung absolviert hätten. Mehr als die Hälfte von ihnen sei bereits zurück in Deutschland. Unter ihnen befänden sich viele Deutsche mit Migrationshintergrund, aber auch zum Islam übergetretene Konvertiten, hieß es in dem Bericht.

Derweil hat Frankreich seine Staatsbürger dazu aufgerufen, den Norden Nigerias und die Region um die nigerianische Hauptstadt Abuja zu verlassen. Aus Diplomatenkreisen verlautete, Hintergrund sei die Gefahr von Verschleppungen als Reaktion auf die französische Militäroffensive gegen islamistische Rebellen in Mali. In Nigeria leben etwa 2000 französische Staatsangehörige, 335 davon in oder in der Nähe von Abuja.

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Quelle: n-tv.de

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