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Arafat starb am 11. November 2004 unter bis heute unklaren Umständen.
Arafat starb am 11. November 2004 unter bis heute unklaren Umständen.(Foto: REUTERS)

Schweizer mit Untersuchung beauftragt : Arafats Leiche wird obduziert

Vor acht Jahren stirbt Jassir Arafat in einem Pariser Krankenhaus. Bis heute sind die Umstände nicht geklärt. Es besteht aber der Verdacht, der verstorbene Palästinenserpräsident könnte mit Polonium vergiftet worden sein. Das Gift war in Proben unter anderem von Arafats Haaren und der Zahnbürste nachgewiesen worden. Eine Autopsie der Leiche soll Klarheit schaffen.

Acht Jahre nach dem Toddes früheren Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat werden dessen sterbliche Überresteobduziert. Die Leiche werde auf eine mögliche Polonium-Vergiftung untersucht, erklärteein Sprecher des Schweizer Instituts für Radiophysik am Universitätsklinikum vonLausanne. Die Schweizer Experten wollen dazu ins Westjordanland reisen, um Probenvon den sterblichen Überresten Arafats zu nehmen.

Das Labor war von der WitweArafats und der palästinensischen Autonomiebehörde mit der Autopsie beauftragt worden,nachdem in einem Medienbericht darüber berichtet worden war, dass an persönlichenGegenständen Arafats erhöhte Polonium-Werte festgestellt worden seien. Mitdiesem Gift war 2006 in London der russische Ex-Geheimdienstagent undRegimekritiker Alexander Litwinenko getötet worden.

Arafats Witwe Suha und diegemeinsame Tochter erstatteten daraufhin wegen Mordes Anzeige gegen unbekannt inFrankreich, wo Arafat 2004 in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben war.Die Todesursache wurde nie völlig geklärt. Die Palästinenser verdächtigen Israel,Arafat ermordet zu haben.

Quelle: n-tv.de