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Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und die Beschäftigung behält ihren Aufwärtstrend bei.
Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und die Beschäftigung behält ihren Aufwärtstrend bei.(Foto: dpa)

Milder Winter nützt der Wirtschaft: Arbeitslosenquote bleibt niedrig

Der deutsche Arbeitsmarkt spürt von der sonst üblichen Wintereintrübung nichts. Im Februar geht die Arbeitslosigkeit um 15.000 auf 3,017 Millionen zurück. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent. Auch saisonbereinigt sieht es positiv aus.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im Februar besser entwickelt als für die Jahreszeit üblich. Die Zahl der Arbeitslosen sei um 15.000 auf 3,017 Millionen gesunken, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent zurück. Das ist die geringste Februar-Arbeitslosigkeit seit 1991. Üblich war in den vergangenen Jahren für den Wintermonat Februar ein leichter Anstieg.

Insgesamt gab es 121.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Erwerbslosigkeit saisonbereinigt laut BA im Monatsvergleich um 20.000 zurück - auf 2.812 Millionen. Volkswirte hatten eine Abnahme um 10.000 erwartet. BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte, die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt habe sich im Februar fortgesetzt.

Im Westen Deutschlands ging die Zahl der Erwerbslosen um 11.000 zurück, im Osten sank sie um mehr als 8000.

Wirtschaft erwartet 200.000 neue Jobs

Deutsche Unternehmen hatten angekündigt, in diesem Jahr rund 200.000 neue Jobs zu schaffen. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). "Beim Beschäftigungsaufbau überrascht 2015 vor allem die Industrie positiv", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Allein dort sollen 40.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. "Damit steigt der Industrieanteil hierzulande sogar wieder - im Gegensatz zu vielen anderen Ländern."

Weitere 50.000 Stellen sollen im Gesundheitsbereich entstehen. Rund 25.000 neue Jobs wollen Unternehmen im Handel und im Gastgewerbe schaffen. Auch die IT-Branche und der Bau benötigen zusätzliche Arbeitskräfte, dort sollen jeweils 15.000 Stellen entstehen. Insgesamt fällt das Stellenplus aber kleiner aus als in den Vorjahren. "Die Unternehmen agieren angesichts globaler Krisen, Euroschwäche und Mindestlohn vorsichtig", sagte Wansleben.

Quelle: n-tv.de

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