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Niedrigster Dezemberwert seit 1990: Arbeitsmarkt so robust wie seit 1992 nicht

Der deutsche Arbeitsmarkt behält auch zum Jahreswechsel seine Robustheit. Zwar suchen auf Monatssicht mehr Menschen einen Job. Doch im Vergleich zum Vorjahr sind deutlich weniger Menschen offiziell erwerbslos gemeldet. Insgesamt reicht es für ein Rekordjahr - und pralle Kassen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 24 Jahren gesunken. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Durchschnitt 2,795 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Das seien 104.000 weniger gewesen als 2014, teilte die Behörde in Nürnberg mit.

Noch weniger Erwerbslose gab es zuletzt 1991 mit durchschnittlich 2,6 Millionen. Durch die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt mit Höchstständen bei Erwerbstätigkeit und Beschäftigung beendete die BA das vergangene Jahr mit einem Überschuss von rund 3,7 Milliarden Euro.

 

Die positive Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt hat auch am Jahresende angehalten. Zwar legte die Arbeitslosigkeit im Dezember leicht zu, aber nur aus jahreszeitlichen Gründen, wie die Bundesagentur für Arbeit weiter mitteilte. Demnach stieg die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum November um 48.000 auf 2,681 Millionen an. Einer der Gründe ist die zum Ruhen kommende Landwirtschaft. Das ist der niedrigste Dezember-Wert seit der Wiedervereinigung.

"Die Arbeitslosigkeit ist im Dezember allein aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen, Arbeitskräftenachfrage und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickeln sich weiter positiv", sagte Behörden-Chef Frank-Jürgen Weise. Die Arbeitslosenquote kletterte zum Jahresabschluss minimal um 0,1 Punkte auf 6,1 Prozent.

Wie stark sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr entwickelt hat, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Im Dezember 2014 waren noch 82.000 mehr Menschen auf der Suche nach einer Stelle.

Bereinigt um die jahreszeitlichen Einflüsse ist die Zahl der Jobsucher zum November sogar um 14.000 gefallen. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 9000 prognostiziert. Die bereinigte Arbeitslosenquote blieb bei 6,3 Prozent.

(Hinweis für Mobilnutzer: Die Infografik zur Entwicklung der Arbeitslosenquote finden Sie hier.)

Quelle: n-tv.de

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