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Die Detonation zerstörte den Kontrollpunkt und anliegende Häuser.
Die Detonation zerstörte den Kontrollpunkt und anliegende Häuser.(Foto: REUTERS)

Selbstmordanschlag im Irak: Attentäter töten Dutzende Menschen

Hilla liegt 100 Kilometer südlich von Bagdad und wird überwiegend von Schiiten bewohnt. Beim schwersten Anschlag in der Region sterben Dutzende Menschen, darunter viele Sicherheitskräfte.

Bei einem Selbstmordanschlag im Irak sind mindestens 47 Menschen getötet worden. Andere Quellen gingen unter Berufung auf Krankenhausvertreter von mindestens 60 Toten aus. Mindestens 72 weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt, als sich ein Attentäter inmitten einer Schlange wartender Autos an einem Kontrollposten nördlich der Stadt Hilla in die Luft sprengte. Es war der schwerste Anschlag im Irak seit Jahresbeginn.

Das Attentat ereignete sich an einem Kontrollposten an der nördlichen Zufahrt nach Hilla. Behördenvertreter teilten mit, der Attentäter habe sich mit einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in die Luft gesprengt, als er an dem Kontrollposten gestoppt worden sei. Laut der Nachrichtenagentur Reuters handelte es sich um einen mit Sprengstoff beladenen Tanklastzug.

Unter den Todesopfern waren nach Behördenangaben rund 20 Sicherheitskräfte. Nach Krankenhausangaben schwebten mindestens elf der Verletzten in Lebensgefahr. Viele Opfer erlitten demnach Verbrennungen. Die Explosion zerstörte laut den Sicherheitskräften nicht nur den Kontrollpunkt, sondern eine nahe gelegene Polizeiwache sowie einige Häuser und Dutzende Autos.

Demnach war es der bisher schwerste Anschlag in der überwiegend von Schiiten bewohnten Provinz überhaupt. Hilla, die Hauptstadt der Provinz Babil, liegt knapp hundert Kilometer südlich von Bagdad. Der IS bekannte sich im Internet zu dem Angriff unweit der Ruinen von Babylon. Die sunnitische Terrormiliz kontrolliert weite Teile des Irak und Syriens.

Quelle: n-tv.de

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