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Im syrischen Homs verübt der IS immer wieder Attentate mit vielen Toten.
Im syrischen Homs verübt der IS immer wieder Attentate mit vielen Toten.(Foto: dpa)

Blutiger Anschlag im syrischen Homs: Attentäter töten mindestens 22 Menschen

Zwei Attentäter sprengen sich in der zentralsyrischen Stadt Homs in die Luft. Ihr Ziel: ein Kontrollpunkt der syrischen Armee. Dutzende Menschen sterben, darunter viele Soldaten. Die einstige Rebellen-Hochburg ist immer wieder das Ziel der Terrormiliz Islamischer Staat.

Bei einem Selbstmordanschlag in der syrischen Stadt Homs sind mindestens 22 Menschen getötet und 100 weitere verletzt worden. Wie das Staatsfernsehen berichtete, griffen zwei Attentäter einen Kontrollposten der syrischen Armee im Stadtteil Al-Sahraa an. Sie fuhren nach Angaben des Provinzgouverneurs Talal Barasi zunächst mit einem Auto vor. Dann habe sich einer der Männer mit dem Fahrzeug in die Luft gesprengt, anschließend habe auch der zweite Attentäter einen Sprengstoffgürtel gezündet.

Auch umstehende Häuser wurden durch die Detonationen beschädigt.
Auch umstehende Häuser wurden durch die Detonationen beschädigt.(Foto: dpa)

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, unter den Opfern des Anschlags seien auch 13 Soldaten der syrischen Armee. Auch einer der Attentäter habe eine Armeeuniform getragen, erklärte die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien, die ihre Informationen von Ärzten und Aktivsten vor Ort bezieht. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.

In Al-Sahraa sind schon mehrfach Anschläge verübt worden, zu denen sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte. Erst Ende Dezember waren bei mehreren zeitgleich verübten Bombenanschlägen in dem Viertel 19 Menschen getötet worden. Die meisten Einwohner des Stadtteils sind wie Staatschef Baschar al-Assad und seine Familie Alawiten.

Rebellen ziehen sich aus Homs zurück

Homs war eine der ersten Städte, die sich im Frühjahr 2011 gegen die Herrschaft Assads aufgelehnt hatte, und war lange eine Hochburg der Rebellen. Nach jahrelanger Belagerung und heftigen Kämpfen ist die Stadt mittlerweile aber wieder fast vollständig unter der Kontrolle der Armee.

Im Zuge einer Abmachung mit der Regierung verlassen die Rebellen zurzeit auch das Viertel Waer, das als letzter Stadtteil noch von ihnen kontrolliert worden war. Bis Ende Januar sollen alle Rebellen Homs verlassen haben.

Quelle: n-tv.de

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