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Menschenmengen unbedingt meiden: Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise

Nach dem Anschlag in Istanbul mahnt die Bundesregierung Touristen zu besonderer Obacht in der Türkei. Überall im Land müsse mit Anschlägen gerechnet werden. Manche Regionen seien unbedingt zu meiden.

Nach dem mutmaßlichen Anschlag im Zentrum von Istanbul mit mindestens zehn Toten ruft das Auswärtige Amt in Berlin deutsche Türkei-Touristen zur Vorsicht auf. "Reisenden in Istanbul wird dringend geraten, Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen vorläufig zu meiden", hieß es in einem kurz nach dem mutmaßlichen Anschlag veröffentlichten Reisehinweis.

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Zudem sollten sich alle Touristen über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden halten, hieß es auf der Website des Auswärtigen Amtes weiter. Generell sei auch landesweit weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen. Eine ausdrückliche Reisewarnung veröffentlichte das Auswärtige Amt jedoch nicht.

Allerdings riet das Amt von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakır, Mardin, Cizre, Silopi und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Şırnak und Hakkâri dringend ab.

Die Explosion hatte sich am Morgen in der Nähe der berühmten Blauen Moschee im Viertel Sultanahmet ereignet. Dabei wurden nach offiziellen Angaben zehn Menschen getötet, darunter neun Deutsche. 15 Menschen wurden verletzt.

In der Türkei hatte es in den letzten Monaten mehrere Anschläge mit vielen Opfern gegeben. Das Auswärtige Amt warnt deshalb generell vor der Gefahr, dass Menschenansammlungen auf belebten Plätzen Ziele von Terroristen sein könnten - nicht nur in Istanbul, sondern landesweit. Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Unterdessen teilten die Reise-Veranstalter Thomas Cook, DER Touristik und TUI, dass keine Touristen von ihnen unter den Opfern seien. Bei Thomas Cook hieß es, dass aufgrund des Sicherheitshinweises nicht zu garantieren sei, "dass Städtereisen nach Istanbul wie gebucht durchgeführt werden können". Daher können Kunden, die eine Städtereise nach Istanbul gebucht haben, bis einschließlich 22. Januar kostenlos umbuchen oder stornieren. Die Veranstalter der DER Touristik - unter anderem Dertour und ADAC Reisen - bieten diesen Service bis zum 10. Februar an. Touristen der TUI-Gruppe aus Deutschland, die bis zum 18. Januar eine Reise nach Istanbul gebucht hätten, könnten gebührenfrei auf andere Ziele umbuchen.

Quelle: n-tv.de

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