Politik
Die Explosion soll sich nahe des politischen Büros der Hisbollah-Miliz ereignet haben.
Die Explosion soll sich nahe des politischen Büros der Hisbollah-Miliz ereignet haben.(Foto: dpa)

Anschläge in Beirut häufen sich: Autobombe explodiert vor Hisbollah-Büro

Die libanesische Hauptstadt Beirut wird wieder Schauplatz eines tödlichen Anschlags. Vor dem politischen Büro der Hisbollah-Miliz detoniert eine Autobombe. Der syrische Bürgerkrieg zeigt seine Folgen auch im ohnehin schon brüchigen Libanon.

In der libanesischen Hauptstadt Beirut sind bei der Explosion einer Autobombe vier Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 65 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums verletzt. Die Detonation ereignete sich im Süden der Stadt in einem Viertel, in dem die schiitische Hisbollah stark vertreten ist.

Offenbar explodierte das mit Sprengstoff präparierte Fahrzeug auf der belebten Straße Al-Arid. Durch die Explosion wurden die Fassaden mehrerer Häuser zerstört. Auf der Straße standen Autowracks. Das Fernsehen der Hisbollah berichtete, die "terroristische Explosion" habe sich nur wenige hundert Meter vom politischen Büro der Miliz entfernt ereignet. Das Gebäude sei aber nicht getroffen worden. Der Hisbollah-Sender veröffentlichte auch Warnungen an die Bevölkerung und forderte sie auf, sich wegen möglicher weiterer Anschläge nicht in der Gegend aufzuhalten.

Die libanesische Hauptstadt ist seit Monaten wieder Schauplatz von Anschlägen und Angriffen. Vergangene Woche wurde ein früherer Minister und Gegner der Hisbollah bei einem Bombenanschlag getötet. Im November sprengte sich ein Selbstmordattentäter nahe der iranischen Botschaft in die Luft und tötete 25 weitere Menschen. Andere Angriffe richteten sich gegen weitere Hisbollah-Viertel in Beirut und sunnitische Moscheen in der Stadt Tripoli im Norden des Landes.

Die ohnehin brüchige Gesellschaft mit verschiedenen Religionsgruppen ist durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien ins Wanken geraten. Die schiitische Hisbollah unterstützt mit ihren Kämpfern die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die libanesischen Sunniten helfen hingegen den Rebellen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen