Politik
Jetzt wird befürchtet, dass sich die Fertigstellung des Baus weiter verzögert.
Jetzt wird befürchtet, dass sich die Fertigstellung des Baus weiter verzögert.(Foto: picture alliance / dpa)

Leck in Hochsicherheitsbaustelle: BND-Neubau wurde vorsätzlich geflutet

Die Baustelle für die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes gehört zu den bestbewachten Orten in Berlin. Dennoch stehlen Diebe dort Wasserhähne und lassen den Bau volllaufen. Eigentlich kann man nur mit einer Schlüsselkarte in diesen Bereich gelangen.

Der schwere Wasserschaden in der künftigen Berliner Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) soll vorsätzlich herbeigeführt worden sein. Der oder die Täter hatten in der Nacht zum 3. März fünf Wasserhähne an Leitungen abmontiert, die bereits unter Druck standen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Rund 2000 Quadratmeter Bürofläche waren dabei überflutet worden.

Die Räume seien zu dem Zeitpunkt bereits baulich abgenommen und verschlossen gewesen. Hineingelangen können habe man nur mit einer der 118 elektronischen Schlüsselkarten, so der "Spiegel". An der Suche nach den Tätern beteiligt sich dem Bericht zufolge auch der Bundesverfassungsschutz.

Welche Auswirkungen der Wasserschaden auf die weiteren Umzugspläne des deutschen Auslandsgeheimdienstes in seine neue Zentrale hat, ist noch unklar. Auch die Höhe des Sachschadens ist offen.

Nach Pfusch am Bau und Problemen mit dem Lüftungssystem hatte sich der für 2013 geplante Umzug mehrmals verzögert - er sollte nun bis 2017 dauern. Befürchtet wird, dass sich die Fertigstellung jetzt noch weiter hinausschiebt.

Auch die Kosten waren explodiert: Zunächst sollte die neue Zentrale mit 730 Millionen Euro zu Buche schlagen. Zuletzt ging das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung von 912,4 Millionen Euro Baukosten aus. Der BND rechnet inklusive Umzug mit Gesamtausgaben von 1,3 Milliarden Euro für den Standort Berlin.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen