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Durch besonders hohe Überweisungsgebühren gingen den Entwicklungsländern laut UN im Jahr 2012 mehr als drei Milliarden Dollar verloren.
Durch besonders hohe Überweisungsgebühren gingen den Entwicklungsländern laut UN im Jahr 2012 mehr als drei Milliarden Dollar verloren.(Foto: REUTERS)

Hohe Gebühren für Entwicklungsländer: Banken kassieren bei den Ärmsten

Überweisungen in Entwicklungsländer kosten rund dreimal so viel wie üblich. Den Ärmsten der Welt, die auf Zahlungen von Verwandten im Ausland angewiesen sind, gehen darum Milliarden verloren. Die UN fordert von Banken mehr Verantwortungsbewusstsein.

Weil Geldinstitute bei Überweisungen in Entwicklungsländer oft drei Mal mehr Gebühren kassieren als sonst, gehen den Ärmsten der Armen nach UN-Angaben Milliarden verloren. Dabei seien die Volkswirtschaften der 48 am wenigsten entwickelten Länder der Welt heute mehr denn je auf Überweisungen ihrer im Ausland arbeitenden Bürger angewiesen, erklärte die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD).

Im vergangenen Jahr seien in die ärmsten Länder von 27,5 Millionen im Ausland lebenden Staatsangehörigen rund 27 Milliarden Dollar überwiesen worden. Davon seien rund 12 Prozent - etwa 3,2 Milliarden Dollar - für Transfergebühren draufgegangen, rechnete die UNCTAD bei der Vorlage ihres Jahresberichts 2012 zur Lage der ärmsten Staaten vor.

Die UN-Agentur rief dazu auf, Überweisungen in die ärmsten Länder billiger anzubieten. "Die Geldinstitute haben eine unternehmerische und soziale Verantwortung, dies zu tun", erklärte der für makroökonomische Entwicklung zuständige UNCTAD-Direktor Anisuzzaman Chowdhury.

Quelle: n-tv.de

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