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Zwei der Angeklagten sollen Mitglieder einer syrischen Schleuserbande und einer ihr Helfer gewesen sein.
Zwei der Angeklagten sollen Mitglieder einer syrischen Schleuserbande und einer ihr Helfer gewesen sein.(Foto: dpa)
Freitag, 11. August 2017

Tote bei Flucht übers Mittelmeer: Bayerisches Gericht verurteilt Schleuser

Im September 2015 rammt ein Frachter im östlichen Mittelmeer ein völlig überladenes Schlauchboot mit Flüchtlingen an Bord - bei dem Unglück kommen 13 Menschen ums Leben. Ein Gericht in Traunstein verurteilt die drei Schleuser jetzt zu mehrjährigen Haftstrafen.

Im Prozess um den Tod von 13 Flüchtlingen auf dem Mittelmeer hat das Landgericht im bayerischen Traunstein drei Schleuser zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der 27 Jahre alte Hauptangeklagte bekam vier Jahre Haft, der Bootsführer zweieinhalb Jahre. Den dritten einschlägig vorbestraften Angeklagten, der als eine Art Vermittler wirkte, verurteilte das Gericht unter Einbeziehung der früheren Strafe zu zwei Jahren auf Bewährung.

Die Schleuserfahrten hatten vom türkischen Izmir über das Mittelmeer nach Griechenland geführt. Bei einer der Passagen im September 2015 stieß das völlig überladene und unbeleuchtete Schlauchboot mit den Flüchtlingen kurz vor der Insel Lesbos nachts mit einem Frachter zusammen. 13 Menschen starben, zwei Kinder werden bis heute vermisst.

Der Hauptangeklagte soll laut Anklage syrische Landsleute in der Türkei angesprochen und die lebensgefährlichen Bootsfahrten vermittelt haben. Der Bootsführer war selbst ein Flüchtling, der für die Übernahme des Ruders umsonst mitfahren konnte. Der dritte hielt Kontakt zu Familienangehörigen von Flüchtlingen in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft hatte wesentlich längere Haftstrafen zwischen viereinhalb und zwölfeinhalb Jahren gefordert.

Quelle: n-tv.de

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