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(Foto: picture alliance / dpa)

Razzia nach Attacken auf Polizisten: Behörden gehen gegen rechte Gewalttäter vor

In der Silvesternacht eskalieren in Dortmund Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und der Polizei: Die Rechtsextremen werfen Böller, Flaschen und Steine. Mehrere Beamte werden verletzt. Die Behörden nehmen die mutmaßlichen Täter nun hoch.

Die Polizei in Dortmund und Niedersachsen hat Wohnungen mutmaßlicher Rechtsextremisten durchsucht. Im Fokus der Aktion standen insgesamt sieben Wohnungen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund mitteilten. Die Behörden ermitteln unter anderem wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und schwerem Landfriedensbruch.

Hintergrund der Razzien sind Angriffe auf Dortmunder Polizeibeamte aus einer Gruppe von Rechtsextremisten in der Silvesternacht. Damals wurden mehrere Beamte verletzt und 18 Personen festgenommen. Nach Polizeiangaben waren zum Jahreswechsel Beamte aus einer Gruppe von Rechtsextremen mit Böllern, Flaschen und Steinen beworfen und mit Silvesterraketen beschossen werden.

Dortmund gilt als eine Hochburg von Rechtsextremisten. Polizeipräsident Gregor Lange betonte in einer Mitteilung, dass die Dortmunder Polizei weiterhin jede rechtsstaatliche Möglichkeit nutzen werde, um "Volksverhetzer und rechtsextremistische Gewalttäter konsequent zur Verantwortung" zu ziehen.

"Die gefährliche Entwicklung des gewaltbereiten Rechtsextremismus in Deutschland bedroht zunehmend Zuwanderer, Bürger mit Migrationshintergrund, Politiker, Journalisten sowie Polizeibeamte und richtet sich gegen unsere Demokratie", erklärte er. "Wir, die Polizei Dortmund, werden weiter wachsam sein."

Quelle: n-tv.de

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