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Ein Meer aus Blumen: Die Menschen gedenken am Börsenplatz in der Brüsseler Innenstadt den Terroropfern.
Ein Meer aus Blumen: Die Menschen gedenken am Börsenplatz in der Brüsseler Innenstadt den Terroropfern.(Foto: imago/Reichwein)

Brüssel im Ausnahmezustand: Behörden korrigieren Opferzahl erneut

Eine Woche nach den Terror-Anschlägen von Brüssel kennt die Staatsanwaltschaft endlich die Namen aller Opfer. Doch es sind nicht - wie zuletzt offiziell verlautbart - 35 Tote. Einige von ihnen wurden offenbar versehentlich doppelt gezählt.

Eine Woche nach den Terroranschlägen von Brüssel sind alle Todesopfer identifiziert - und erneut musste sich die Staatsanwaltschaft bei der Angabe der Opferzahlen korrigieren. Bei den Selbstmordattentaten am Flughafen und in einer Metro seien insgesamt 32 Menschen getötet worden, hieß es. 17 davon waren Belgier und 15 Ausländer. Nicht mitgerechnet sind die drei Selbstmordattentäter.

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Zuletzt hatte es geheißen, dass 35 unschuldige Menschen getötet wurden. Die erneute Korrektur wurde damit erklärt, dass drei Opfer zunächst sowohl auf der Liste der im Krankenhaus gestorbenen Menschen als auch auf der an den Anschlagsorten erstellten Liste geführt wurden.

Keine Fortschritte gab es hingegen bei der Fahndung nach dem dritten Attentäter vom Brüsseler Flughafen. "Der Mann mit dem Hut ist noch nicht identifiziert", teilte die belgische Polizei mit. Zuvor musste ein festgenommener Verdächtiger wieder freigelassen werden. Die Polizei wertet nun Hinweise aus der Bevölkerung aus. 51 davon gingen nach Angaben der Fahnder bis Dienstag ein.

"Bruder, warum folgst Du uns nicht?"

Besorgnis lösten Berichte aus, wonach Dschihadisten nach den Anschlägen von Brüssel aktiv um Terror-Nachwuchs werben. Den Angaben eines belgischen Kommunalpolitikers zufolge wurden am Osterwochenende Propaganda-Nachrichten mit eindeutigem Inhalt an junge Menschen in der Brüsseler Gemeinde Molenbeek verschickt. Ein Beispiel ist demnach eine SMS mit den zwei Sätzen "Mein Bruder, warum folgst Du uns nicht in den Kampf gegen die Westler? Triff die richtige Wahl in Deinem Leben."

Kommunalpolitiker Jamal Ikazban forderte die Polizei auf, gegen Rekrutierungsversuche vorzugehen. "Unsere Jugendlichen sind angesichts solcher Raubtiere in Gefahr", schrieb er am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Ob der Absender der Nachrichten zurückverfolgt werden kann, blieb zunächst unklar. Handys mit Prepaid-Karten lassen sich zum Teil auch mit falschen Daten freischalten.

Flughafen öffnet frühestens ab 31. März

Der französische Radiosender Europa 1 berichtete über einen 15-Jährigen, der in einer Brüsseler Moschee wochenlang von einem Anwerber der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) umworben wurde. Nach einem Monat sei er soweit gewesen, nach Syrien zu gehen, sagte der junge Mann in einem Interview. Nach Angaben des Senders ist es nur der Wachsamkeit seiner Mutter zu verdanken gewesen, dass der Jugendliche doch nicht zum Dschihadisten wurde.

Am Brüsseler Flughafen liefen am Dienstag weitere Vorbereitungen für eine eingeschränkte Wiederaufnahme des Passagierflug-Betriebs. Nach Angaben der Betreiber wurden in einem nicht zerstörten Teil des Airports provisorische Check-in-Schalter aufgebaut. Sie werden aber frühestens am Donnerstag wieder Starts und Landungen ermöglichen.

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Quelle: n-tv.de

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