100 Firmen im VisierBetrug beim Kurzarbeitergeld
Es klingt unwahrscheinlich, soll aber eine gängige Praxis sein: Arbeitnehmer würden "ausstempeln" und trotzdem weiter arbeiten.
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht davon aus, dass etwa 100 Firmen beim Kurzarbeitergeld betrogen haben. In 59 Fällen seien bereits Staatsanwaltschaften oder das Hauptzollamt eingeschaltet worden, sagte eine BA-Sprecherin der "Frankfurter Rundschau". Arbeitnehmer würden "ausstempeln" und trotzdem weiter arbeiten, vermutet die Bundesagentur.
Für Baden-Württemberg nannte ein Sprecher der dortigen BA-Regionaldirektion 31 Missbrauch-Verdachtsfälle. Für Ende September oder Anfang Oktober seien im Südwesten deshalb Sonderprüfungen geplant. Behördenmitarbeiter gingen in Betriebe, um Hinweisen auf Missbrauch nachzugehen. Ähnliche Pläne gebe es in anderen Bundesländern.
Insgesamt gab es laut BA im März in rund 36.000 Unternehmen Kurzarbeit.