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Tote in zuvor ruhigen Gegenden: Bomben erschüttern Damaskus

Weitere Stadtteile der syrischen Hauptstadt geraten in den Bürgerkrieg. Autobomben explodieren vor dem Quartiers der Regierungspartei und dem Gebäude des Geheimdienstes. Mehr als 60 Menschen sterben, darunter auch Kinder.

Terror im Zentrum von Damaskus: Eine Anschlagserie mit mehr als 60 Toten hat die syrische Hauptstadt erschüttert. Vor Einrichtungen des Sicherheitsapparates und der Regierungspartei detonierten kurz hintereinander drei Autobomben. Nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter starben insgesamt 64 Menschen, die meisten von ihnen Zivilisten. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

(Foto: dpa)

Leichte Verletzungen durch Glassplitter erlitt nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija auch Naif Hawatmeh, der Generalsekretär der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas (DFLP).

Allein durch die Explosion einer Bombe an einer Straßensperre vor dem Gebäude der Baath-Partei im Innenstadtviertel Al-Masraa starben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana 53 Menschen. Andere Quellen sprachen von 56 Toten. Unter den Opfern seien Schulkinder und 15 Angehörige der Sicherheitskräfte, hieß es. Der Sprengsatz, der in der Umgebung mehrere Autos in Brand setzte, wurde wahrscheinlich von einem Selbstmordattentäter gezündet. Mehrere Menschen wurden durch die heftige Explosion durch die Luft geschleudert und in Stücke gerissen.

Anwohner flüchteten aus Angst

Zwei weitere Autobomben detonierten neben einer Polizeiwache im Stadtteil Birsa. Nach Informationen von Augenzeugen und Aktivisten kamen hier zwischen sechs und acht Menschen ums Leben. Auch hier gab es Dutzende von Verletzten. Etliche Bewohner von Birsa verließen das Viertel aus Angst vor weiteren Bomben. Landesweit zählten die Regimegegner bis zum Nachmittag 92 Tote - die Opfer der Autobombenanschläge berücksichtigten sie dabei nicht.

Der Nachrichtensender Al-Arabija meldete unter Berufung auf Regimegegner, eine Mörsergranate sei auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums eingeschlagen. In den vergangenen Tagen hatte es auch in Vierteln der syrischen Hauptstadt, die bislang vom Bürgerkrieg verschont geblieben waren, Rebellenangriffe gegeben.

Keine Bestätigung gab es für Medienberichte, wonach die syrische Luftabwehr eine israelische Drohne abgeschossen haben soll. Das unbemannte Aufklärungsflugzeug soll nach Angaben arabischer Medien, die der syrischen Regierung nahestehen, an der Grenze zum Libanon unter Beschuss geraten sein. Israel ist über den möglichen Transport hochmoderner Waffen aus Syrien zur Schiiten-Miliz Hisbollah im Südlibanon besorgt. Es gilt deshalb als wahrscheinlich, dass israelische Aufklärungsdrohnen zum Einsatz kommen.

In Syrien dauert der Aufstand gegen Staatschef Baschar al-Assad seit März 2011 an. Bei Kämpfen zwischen Rebellen und der Armee wurden nach UN-Angaben bislang mehr als 70.000 Menschen getötet.

Quelle: n-tv.de

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