Politik

Anschlag in Pirna: Brandsatz auf Flüchtlingsheim geworfen

Schon wieder werfen Unbekannte einen Brandsatz auf eine Flüchtlingsunterkunft und schon wieder passiert es in Sachsen. In Pirna wir eine Unterbringung einen Tag vor dem geplanten Bezug attackiert. Ein Wachdienst verhindert schlimmeres.

Die kriminellen Akte gegen geplante oder schon bezogene Flüchtlingsheime in Sachsen reißen nicht ab: Unbekannte warfen in der Nacht nach Polizeiangaben einen Brandsatz auf eine noch unbewohnte Asylunterkunft in Pirna. Die Flasche zerbarst an der Hauswand, so dass sich die brennende Flüssigkeit über die Fassade ergoss. Mitarbeiter des Wachdienstes konnten das Feuer schnell löschen.

Laut dem Operativen Abwehrzentrum der Polizei (OAZ) in Leipzig sollten heute die ersten Flüchtlinge in das Haus in Pirna einziehen. Das OAZ geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Es wird wegen Brandstiftung ermittelt.

Zur Höhe des durch den Anschlag entstandenen Sachschadens konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Bereits in der vergangenen Woche war es an der Flüchtlingsunterkunft zu mehreren Vorfällen gekommen. Am vergangenen Mittwoch zündeten Unbekannte laut Polizei Böller vor dem Haus. Zudem wurde an der Umzäunung der Asylunterkunft ein Aufkleber mit der Aufschrift "Refugees not welcome" angebracht.

In Sachsen hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte gegeben, unter anderem in Meißen, Freital und Dresden. Erst vor wenigen Tagen griffen Gewalttäter vor einer Asylunterkunft im sächsischen Jahnsdorf einen Bus mit Flüchtlingen an, die in das Haus einziehen sollten. Die Täter warfen Steine und zündeten Böller. Die Flüchtlinge wurde vorerst anderweitig untergebracht.

Quelle: n-tv.de

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