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Anders Behring Breivik: "Ich werde schlimmer behandelt als ein Tier."
Anders Behring Breivik: "Ich werde schlimmer behandelt als ein Tier."(Foto: REUTERS)

"Staat will mich töten": Breivik beklagt unmenschliche Behandlung

Fünf Jahre Isolationshaft haben an der rechtsextremen Gesinnung des Massenmörders Breivik nichts geändert. Er ist noch immer überzeugt, für den Nationalsozialismus kämpfen zu müssen. Vom Staat sieht er sich "schlimmer als ein Tier behandelt".

Der Rechtsterrorist und Massenmörder Anders Behring Breivik hat sich bei seinem Zivilprozess gegen den norwegischen Staat als Opfer der Justiz dargestellt. "Ich werde schlimmer als ein Tier behandelt", sagte der 37-Jährige am zweiten Verhandlungstag im Gefängnis von Skien.

Breivik vertritt die Haltung, seine Haftbedingungen seien ein Verstoß gegen die Europäischen Menschenrechtskonventionen. Dem norwegischen Staat warf er vor, ihn mit der Isolationshaft "zu quälen" und sogar "töten" zu wollen.

"Werde für den Nationalsozialismus kämpfen"

Zum Prozessauftakt hatte Breivik den Arm zum Hitlergruß gehoben. Diese Provokation unterließ er nun. Breivik bekannte sich jedoch erneut offen zum Nationalsozialismus. "Ich kämpfe seit 25 Jahren für den Nationalsozialismus und werde bis ans Ende meines Lebens dafür kämpfen", sagte der Rechtsextremist.

Als er nach seiner Identität befragt wurde, gab er sich als "Sekretär der politischen Partei Nordischer Staat" aus, einer extremistischen Gruppierung, die Breivik aus dem Gefängnis heraus weiter aufbauen will.

Breivik hatte im Juli 2011 zunächst acht Menschen bei einem Bombenanschlag in Oslo getötet und anschließend auf der Insel Utöya 69 Teilnehmer eines Sommerlagers der sozialdemokratischen Jugendorganisation erschossen. Er wurde zur Höchststrafe von 21 Jahren Gefängnis verurteilt und sitzt seit fast fünf Jahren in Isolationshaft. Der Prozess in einer Turnhalle im Gefängnis von Skien rund hundert Kilometer südwestlich von Oslo soll am Freitag enden.

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Quelle: n-tv.de

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