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Politik

Sonntag, 25. März 2007

Ende der Sklaverei im Empire: Briten gedenken

Tausende Briten haben am Samstag in London in Gedenkmärschen der Abschaffung der Sklaverei im britischen Weltreich vor 200 Jahren gedacht. Zwei Demonstrationszüge mit insgesamt 3.600 Menschen führten durch die Stadt in den Kennington Park im Süden Londons. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Erinnerung, Reue und Wiederaufrichten". Der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, mahnte die Menge bei einer Ansprache, trotz der Unmenschlichkeit der Sklaverei nicht vorschnell über die darin verwickelten Menschen früherer Epochen den Stab zu brechen: "Die Menschen, die ein System der Inhumanität aufrecht erhielten, waren Menschen wie Du und Ich."

Der britische Premierminister Tony Blair wird sich anlässlich der anstehenden Gedenkfeiern in Ghana in einer aufgezeichneten Botschaft an die Einwohner des westafrikanischen Landes wenden, aus dem viele Menschen in früheren Jahrhunderten verschleppt und in die Sklaverei verkauft wurden. In der Botschaft wird Blair voraussichtlich sein tiefes Bedauern über die Sklaverei im einstigen Empire äußern, eine formelle Entschuldigung jedoch vermeiden. Regierungsberater hatten davor gewarnt, dass eine vollständige Entschuldigung Entschädigungsforderungen nach sich ziehen könnte.

Am 25, März 1807 verabschiedete Großbritanniens Parlament den "Slave Trade Act", ein Gesetz, das das Ende des Jahrhunderte währenden Sklavenhandels im britischen Empire einleitete.

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