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Trump provoziert mit fast jeder seiner Aussagen - seine Umfragewerte im Vorwahlkampf steigen trotzdem an.
Trump provoziert mit fast jeder seiner Aussagen - seine Umfragewerte im Vorwahlkampf steigen trotzdem an.(Foto: REUTERS)

Trump schlägt zurück: "Briten gegen freie Meinungsäußerung"

Das britische Parlament diskutiert am 18. Januar über ein Einreiseverbot für Donald Trump wegen Hassrede. Der Milliardär sieht darin einen Angriff auf die Meinungsfreiheit und kontert mit seinem besten Argument: Geld.

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Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat auf das drohende Einreiseverbot in Großbritannien reagiert und seinerseits mit einem Investitionsstopp gedroht. Der Milliardär werde geplante Investitionen in Höhe von 700 Millionen Pfund (950 Millionen Euro) sofort zurückziehen und auch alle zukünftigen Investitionen streichen, sagte ein Sprecher der Trump Organization. Mit einem Einreiseverbot würde Großbritannien einen "gefährlichen Präzedenzfall" schaffen und der Welt die "schreckliche" Botschaft vermitteln, dass das Vereinigte Königreich freie Meinungsäußerung ablehne und nicht an Investitionen aus dem Ausland interessiert sei.

Trump hatte Anfang Dezember ein Einreiseverbot für Muslime in die USA gefordert. Damit reagierte er auf einen Anschlag im kalifornischen San Bernardino, bei dem ein offenbar dem radikalen Islam anhängendes Ehepaar 14 Menschen getötet hatte.

In Großbritannien hatte Trumps Forderung für große Empörung gesorgt. Mehr als 570.000 Briten unterzeichneten eine Online-Petition, die für den US-Milliardär wegen seiner "Hassreden" ein Einreiseverbot ins Vereinigte Königreich verlangt. Am 18. Januar wird sich das Parlament mit der Forderung befassen.

Die schottische Regierung stellte bereits ihre Zusammenarbeit mit Trump im Wirtschaftsnetzwerk GlobalScot ein und erklärte, er sei "nicht länger geeignet", für Schottland zu werben. Die Universität von Aberdeen entzog ihm die Ehrendoktorwürde. Der britische Premierminister David Cameron kritisierte Trumps Äußerungen als "spaltend, dumm und falsch". Er sprach sich aber gegen ein Einreiseverbot aus.

Quelle: n-tv.de

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