Sonntag, 12. Juli 2009
Zu wenige Helikopter in Afghanistan: Briten schlecht ausgerüstet
Nach dem Tod von acht Soldaten in Afghanistan ist in Großbritannien eine Debatte über die Ausrüstung der britischen Truppen ausgebrochen. Die Regierung wies den Vorwurf zurück.
(Foto: REUTERS)
Medien, Militärexperten und Oppositionspolitiker warfen der Regierung vor, dass den britischen Soldaten unter anderem Helikopter und stark gepanzerten Fahrzeugen fehlen würden. "Es ist ein Skandal, dass unseren Truppen immer noch nicht genügend Helikopter haben, um sich in der Provinz Helmand zu bewegen", sagte der konservative Oppositionsführer David Cameron.
Die Regierung wies die Vorwürfe zurück und verteidigte den Einsatz. Die Soldaten würden alle Ausrüstung bekommen, die sie benötigen, sagte Finanzminister Alistair Darling. Premierminister Gordon Brown erklärte, der Einsatz sei wichtig, um terroristische Anschläge in Großbritannien und auf der ganzen Welt zu verhindern. Außerdem stellte Brown seine Landsleute auf weitere Verluste ein. "Das wird ein sehr harter Sommer."
Mehr Opfer als im Irakkrieg
(Foto: REUTERS)
Bei Anschlägen in der Unruheprovinz Helmand im Süden Afghanistans starben am Donnerstag und Freitag acht britische Soldaten. Durch die folgenschwersten Anschläge auf die britischen Truppen seit Beginn des Einsatzes 2001 stieg die Zahl der in Afghanistan gefallenen Briten auf 184. Damit sind mehr britische Soldaten am Hindukusch getötet worden als im mittlerweile beendeten Irak-Einsatz.
Großbritannien hatte erst vor kurzem seine Truppen in Afghanistan mit Blick auf die dortige Präsidentenwahl am 20. August auf 9000 Soldaten verstärkt. Im Land sind auch mehr als 4000 Bundeswehrsoldaten im Rahmen des Isaf-Mandats im Einsatz.
rts
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