Politik

39 Jahre nach dem BlutsonntagBriten zahlen an Opferfamilien

22.09.2011, 13:07 Uhr
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14 Menschen starben in Londonderry. (Foto: AP)

14 katholische Demonstranten sterben am 30. Januar 1972 in der nordirischen Stadt Londonderry, als britische Soldaten auf sie schießen. Da ein Untersuchungsbericht zu dem Schluss kommt, dass die Soldaten ohne Provokation auf Unbewaffnete schossen, sollen nun Entschädigungen gezahlt werden.

Fast 40 Jahre nach Schüssen auf katholische Demonstranten in Nordirland, dem "Bloody Sunday", wird das britische Verteidigungsministerium die Opferfamilien entschädigen. "Wir verstehen den Schmerz, den diese Familien seit fast 40 Jahren spüren, und räumen ein, dass Mitglieder der Armee falsch gehandelt haben", sagte ein Ministeriumssprecher. "Das tut der Regierung zutiefst leid."

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Das Entsetzen über das brutale Vorgehen der Briten wirkt bis heute nach. (Foto: AP)

Man stehe in Kontakt mit den Familien und deren Anwälten und werde, wo es juristisch verpflichtend sei, Entschädigung zahlen. Über die Höhe wurde zunächst nicht bekannt. 14 katholische Demonstranten starben am 30. Januar 1972 in der nordirischen Stadt Londonderry, als britische Soldaten auf sie schossen. Im Anschluss hatte der Nordirlandkonflikt sich radikal verschärft.

Der Hergang des Blutsonntags war jahrzehntelang umstritten. Im vergangenen Jahr kam eine Untersuchung im Auftrag der britischen Regierung zu dem Schluss, dass die Armee zuerst und ohne Provokation auf die unbewaffneten Demonstranten schoss. .

Quelle: dpa