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Eine syrische Flüchtlingsfamilie bei der Registrierung in Erfurt.
Eine syrische Flüchtlingsfamilie bei der Registrierung in Erfurt.(Foto: imago/Steve Bauerschmidt)

Prämie für afghanische Heimkehrer: Bund kalkuliert mit 3,6 Millionen Flüchtlingen

Mehr als eine Million Menschen sind 2015 nach Deutschland geflohen. Nach Schätzungen des Bundes könnte sich diese Zahl bis 2020 mehr als verdreifachen. Derweil subventioniert die Bundesregierung die Rückkehr von afghanischen Asylbewerbern in die Heimat.

Die Bundesregierung rechnet einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge bis 2020 mit insgesamt 3,6 Millionen Flüchtlingen. Das gehe aus internen Prognosen des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, die innerhalb der Regierung abgestimmt seien, schreibt die Zeitung.

Demnach wird damit gerechnet, dass zwischen 2016 und 2020 jährlich durchschnittlich eine halbe Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden, wobei die jährliche Zahl schwanken könne. Das wären 2,5 Millionen weitere Flüchtlinge - zusammen mit den 1,1 Millionen aus dem Jahr 2015 ergibt sich die Zahl von 3,6 Millionen.

Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte der Zeitung, dass es zur Projektion der wirtschaftlichen Entwicklung "intern eine rein technische Annahme für die Zuwanderung getroffen und innerhalb der Bundesregierung ressortabgestimmt" habe. Da es gegenwärtig nicht möglich sei, den Flüchtlingszustrom seriös vorherzusagen, wolle die Bundesregierung keine offizielle Prognose zur Flüchtlingsmigration abgeben.

Unterstützung für afghanische Heimkehrer

Unterdessen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge den jüngsten Rückflug von afghanischen Asylbewerbern in die Heimat mit finanziellen Anreizen unterstützt. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Informationen aus dem Bundesinnenministerium berichtet, erhielt jeder zurückgekehrte Afghane eine Prämie von 700 Euro.

Das Geld für die freiwillig ausreisenden Asylbewerber stamme aus dem Rückkehrförder- und Starthilfe-Programms (Reag/Garp). Der Betrag setze sich demnach aus 200 Euro Reisebeihilfe sowie einer Starthilfe von 500 Euro zusammen.

In den vergangenen Wochen war die Zahl afghanischer Flüchtlinge in Deutschland stark gestiegen. Nur ein Teil von ihnen hat eine Bleibeperspektive. Die Bundesregierung argumentiert, dass es in Afghanistan selbst ausreichend sichere Gegenden für Afghanen gebe, die wegen der Bedrohung durch die radikalislamische Taliban ihre Häuser verlassen müssten.

Quelle: n-tv.de

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