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Zschäpes Verteidiger werden später ihre Plädoyers halten.
Zschäpes Verteidiger werden später ihre Plädoyers halten.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 12. September 2017

Plädoyer im NSU-Prozess: Bundesanwalt fordert Höchststrafe für Zschäpe

Die Argumentation der Bundesanwaltschaft im Münchner NSU-Prozess ließ kaum einen Zweifel. Die Anklage sieht die Schuld von Beate Zschäpe als erwiesen an. Entsprechend hoch fällt die Strafforderung aus.

Die Bundesanwaltschaft hat im NSU-Prozess für die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe lebenslange Haft und Sicherungsverwahrung wegen zehnfachen Mordes gefordert. Im letzten Teil seines Plädoyers sagte Bundesanwalt Herbert Diemer, für jeden einzelnen Mord des NSU sei diese Strafe fällig. Außerdem sei es "unumgänglich", die Schwere der Schuld festzustellen. Damit wäre im Fall einer Verurteilung zu lebenslanger Haft eine vorzeitige Haftentlassung Zschäpes nach 15 Jahren Haft ausgeschlossen.

Der Schlussvortrag der Anklagebehörde hatte bereits die vergangenen sieben Prozesstage in Anspruch genommen. Darin hatte sie Zschäpe volle Mittäterschaft an den zehn Morden des NSU vorgehalten. Zschäpe habe mit ihren Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt die fanatische nationalsozialistische Gesinnung geteilt und daran mitgewirkt, Zuwanderer durch willkürliche Morde in Angst und Schrecken zu versetzen.

Für die vier weiteren Angeklagten hatten die Staatsanwälte Beihilfe zum Mord, Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und andere Delikte geltend gemacht.

Nach der Bundesanwaltschaft sind die Nebenkläger mit ihren Plädoyers an der Reihe. Dabei werden wohl nicht nur Anwälte sprechen, sondern auch Angehörige von Mordopfern sowie Opfer von NSU-Anschlägen. Als letzte Gruppe werden die Verteidiger der Angeklagten die Beweisaufnahme aus ihrer Sicht bewerten. Danach kann das Gericht das Urteil fällen - bis dahin wird es aber noch einige Monate dauern.

Quelle: n-tv.de

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