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Die Indienststellung der neuen Staffel wird musikalisch begangen.
Die Indienststellung der neuen Staffel wird musikalisch begangen.(Foto: dpa)

Einsparungen in Millionenhöhe: Bundeswehr holt Tornado-Ausbildung zurück

Nach gut 25 Jahren werden Besatzungen des Kampfflugzeugs "Tornado" künftig wieder in Deutschland ausgebildet. Für Anwohner des Fliegerhorsts in Schleswig-Holstein heißt dies mehr Lärm. Aber die Bundeswehr spart Geld.

Die Bundeswehr hat die Ausbildung der "Tornado"-Piloten zurück nach Deutschland verlegt. Dazu wurde eine vierte Staffel beim Taktischen Luftwaffengeschwader 51 "Immelmann" zu Wochenbeginn auch offiziell in Dienst gestellt. Bislang sind die Besatzungen am Standort Holloman in den USA ausgebildet worden. Vor rund einem Jahr hatte die Bundeswehr bekanntgegeben, die Ausbildung von den USA nach Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg) zu verlegen. Denn die Ausbildung und vor allem der Unterhalt der deutschen Militärmaschinen in den USA gilt als aufwendig und teuer.

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Durch die Verlagerung der Ausbildung nach Schleswig-Holstein könnten die Kosten unter anderem für Personal und Material erheblich gesenkt werden, sagte der stellvertretende Kommandeur Fliegende Verbände, Brigadegeneral Andreas Schick. Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Hans-Peter Bartels, hatte die Kosten vergangenes Jahr auf jährlich dreistellige Millionenbeträge beziffert. 

Die ersten Lehrgangsteilnehmer beginnen am 24. April ihre Ausbildung. Bei ihnen handelt es sich um Offiziere, die bereits eine fliegerische Ausbildung durchlaufen haben. Die Schulung umfasst neben theoretischen Anteilen eine hohe Anzahl an Ausbildungsflügen.

Schleswig-Holstein als "Bienenstock"

Die Belastung der Bevölkerung werde durch den zusätzlichen Flugbetrieb zwar größer, bleibe aber moderat, sagte der Kommodore des Geschwaders, Oberst Michael Krah. Die Zahl der Starts und Landungen bleibe deutlich hinter dem zurück, was bis 2010 in der Region üblich gewesen sei.

Am Bundeswehrstandort Jagel entstehen durch die Verlegung der Ausbildung rund 190 zusätzliche Dienstposten. Die Zahl der Maschinen vom Typ "Tornado" am Standort soll von 25 auf 39 anwachsen. Auch die Region insgesamt profitiere von einem gestärkten Fliegerhorst, so die Hoffnung.

Allerdings seien die Bedingungen in den USA besser gewesen, hieß es. Es gebe in dem dünn besiedelten Wüstengebiet viele Lufträume, in denen trainiert werden könne. Auch die Wetterbedingungen seien in den USA besser, sagte Krah.

Für ihre Übungsflüge werden die angehenden Tornado-Besatzungen daher nicht nur die Lufträume über Schleswig-Holstein und dem restlichen Deutschland nutzen, sondern auch im angrenzenden Ausland, etwa den Niederlanden und Dänemark. "Schleswig-Holstein ist so etwas wie der Bienenstock, aus dem wir ausschwärmen werden", sagte Andreas Jeschek, Kapitän der neuen vierten Staffel.

Quelle: n-tv.de

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