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Ein Eurofighter beim Start: 2015 musste die Alarmrotte gleich 18 Mal abheben.
Ein Eurofighter beim Start: 2015 musste die Alarmrotte gleich 18 Mal abheben.(Foto: picture alliance / dpa)

Gefahrenabwehr im deutschen Luftraum: Bundeswehrjets fliegen häufiger Alarmstarts

Im vergangenen Jahr musste die Alarmrotte der Luftwaffe fast doppelt so oft wie 2014 aufsteigen, um auf Abfangkurs mit vermeintlich entführten Flugzeugen zu gehen - bislang glücklicherweise immer mit glimpflichem Ausgang.

Deutsche Kampfjets fliegen immer häufiger Einsätze zur Gefahrenabwehr im deutschen Luftraum. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" gab es 2015 insgesamt 18 echte Alarmstarts der Luftwaffe in Deutschland. Im Jahr zuvor seien dagegen nur zehn sogenannte Alpha-Scrambles registriert worden, 2013 lediglich sieben dieser Einsätze durch die Alarmrotte der Bundeswehr. Das geht dem Bericht zufolge aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Tobias Lindner hervor.

Rechnet man die Einsätze von ausländischen Abfangjägern im grenznahen Raum mit ein, liegen die Zahlen den Angaben zufolge noch höher. Wie die Bundespolizei mitteilte, gab es im vergangenen Jahr 42 echte Alarmstarts, in den Jahren davor 33 und 18. Die Bundespolizei ist gemeinsam mit Bundeswehr und Deutscher Flugsicherung im Nationalen Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum in Kalkar/Uedem vertreten.

Sechs Mal zwischen 2013 und in 2015 sei die Gefahr laut Bundespolizei so schwerwiegend erschienen, dass zivile Flugzeuge als sogenannte Renegades eingestuft wurden. Es habe der Verdacht bestanden, dass ein Verkehrsflugzeug als Waffe für einen Angriff zum Beispiel von Terroristen missbraucht werde, heißt es in dem Bericht. In keinem der Fälle bestätigte sich dieser Verdacht. In den meisten Fällen sei die Alarmrotte mit ihren Eurofightern alarmiert worden, weil zunächst die Funkverbindung zwischen einem Verkehrsflugzeug und der Flugsicherung unterbrochen worden sei.

Quelle: n-tv.de

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