Wie weiland bei Köhlers RücktrittBurkina Faso und der Präsidentenfluch

Juni 2010: Ouagadougou ist in freudiger Erwartung. Der deutsche Bundespräsident will kommen. Doch dann kommt Horst Köhler etwas dazwischen - sein Rücktritt. Im Februar 2012 soll die Visite in Burkina Faso nachgeholt werden, Köhler-Nachfolger Wulff kündigt sich an. Und wieder ist es Essig mit dem hohen Staatsgast aus Europa.
Die afrikanische Republik Burkina Faso hat kein Glück mit ihren Staatsgästen aus Deutschland. Im Juni 2010 war der damalige Präsident Horst Köhler zum Staatsbesuch in der Hauptstadt Ouagadougou angekündigt, trat aber wenige Tage vor der Reise zurück. Nun waren in Burkina Faso alle Vorbereitungen getroffen, um Bundespräsident Christian Wulff in einigen Tagen mit allen Ehren zu empfangen - und wieder kam den Deutschen ihr Staatsoberhaupt vorzeitig abhanden.
Am Sonntag kommender Woche hätte Wulff zu Besuchen in Burkina Faso, Tansania und Sambia aufbrechen sollen. Auch Staatsbesuche in Kanada und Kroatien waren fest vereinbart. Wer diese Länder nun demnächst als oberster Repräsentant Deutschlands besuchen wird und wann, blieb zunächst unklar. Formales Staatsoberhaupt ist vorübergehend Bundesratspräsident Horst Seehofer.