Dienstag, 11. Juli 2006
Alles für den Umweltschutz: Bush will mehr Atomkraft
US-Präsident George W. Bush hat sich im Vorfeld des G-8-Gipfels am Wochenende in Moskau und seiner am Mittwoch beginnenden Deutschland-Visite für eine stärkere Nutzung der Atomkraft ausgesprochen. "Die Nuklearenergie ist für mich angesichts der Sorgen über die zunehmende Erderwärmung ein ganz wichtiges Thema", sagte Bush dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe). "Wenn einem wirklich viel am Umweltschutz liegt, scheint mir die friedliche Nutzung der Kernkraft ein guter Weg zu sein."
Allerdings sei dies eine Grundsatzentscheidung, die jedes Land für sich selbst treffen müsse. Energiefragen werden das wichtigste Thema beim Treffen der acht wichtigsten Industrienationen (G8) in Moskau sein. Bislang stemmt sich nur Deutschland gegen ein klares Plädoyer für den Ausbau der Kernenergie.
Der US-Präsident sprach sich explizit für eine stärkere Nutzung der Kernkraft in Schwellenländern wie China und Indien aus. "Es ist im allgemeinen Interesse, dass diese stark wachsenden Volkswirtschaften ihren Appetit auf fossile Brennstoffe zugunsten von Atomkraft zügeln. Das gilt generell für die Entwicklungsländer".
Hintergründe zur Nachricht
Politik
-
Nobelpreisträger hält Versprechen
Obama spendet Preisgeld
-
Ohne Angst vor Abschiebung
Illegale sollen in die Schule
-
Versöhnliche Worte
Alles gut zwischen USA und Israel
-
Kampf gegen teure Medikamente
Union unterstützt Rösler
-
Vorwurf der Vetternwirtschaft
Westerwelle ist "ablösungsreif"
-
Kritik an Islamkonferenz
Zentralrat erwägt Ausstieg
-
Sicherheit auf Bahnhöfen
Bundespolizei fehlt Personal
-
Nach Festnahme im Jemen
Terrorist als US-Bürger identifiziert
-
"Es kann ziemlich frustrierend sein"
Koalition irritert europäische Nachbarn
-
"Skandalöses" Verhalten im Fall Asse
Gabriel greift Atomindustrie an
-
Schwarz-Grüne Optionen in NRW
"CDU ist verlässlicher Partner"
-
Unmut im Auswärtigen Amt
Westerwelle bestreitet Vorwürfe

