Montag, 01. März 2010
Überraschung an der Alster: CDU-Chef Freytag tritt zurück
Völlig überraschend kündigt Hamburgs Finanzsenator und CDU-Vorsitzender Freytag auf einem kleinen Parteitag seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern an. Freytag steht wegen der Affäre um die HSH Nordbank und schlechter Umfragewerte für die CDU in der Kritik.
Michael Freytag kündigt während seiner Rede auf dem Landesparteitag der CDU in Hamburg überraschend seinen Rücktritt aus der Politik an.
(Foto: dpa)
Hamburgs CDU-Chef und Finanzsenator Michael Freytag ist überraschend von allen politischen Ämtern zurückgetreten. Er wechsle in die Wirtschaft, erklärte der 51-Jährige auf einem kleinen Parteitag der CDU in der Hansestadt.
Freytag war als Finanzsenator besonders wegen der Affäre um die HSH Nordbank in die Kritik geraten. Als Parteichef musste er sich zuletzt auch wegen schlechter Umfragewerte rechtfertigen. Die CDU regiert seit 2008 in der ersten schwarz-grünen Koalition auf Landesebene mit der GAL.
Den Parteivorsitz gebe er sofort zurück, das Senatorenamt zum 17. März, sagte Freytag. Der Bankkaufmann und promovierte Jurist war seit 2007 Finanzsenator und CDU-Vorsitzender in Hamburg. "2008 bis 2009 war das härteste Jahr in meinem Leben", sagte er. Alles habe seine Zeit, er wolle sich seine Unabhängigkeit erhalten.
Die SPD-Fraktion nannte den Schritt überfällig. Nachfolger als Finanzsenator soll der jetzige Staatsrat in der Wirtschaftsbehörde, Carsten Frigge, werden, kündigte Bürgermeister Ole von Beust (CDU) an.
dpa
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